Pfarrsprengel Brüssow

Die Evangelische Kirchengemeinde Brüssow ist ein länderübergreifender Pfarrsprengel mit dem Hauptort Brüssow und den Dörfern Frauenhagen, Moor, Hammelstall, Bagemühl, Battin, Grimme, Butterholz, Petersruh, Grünberg, Menkin, Trampe, Woddow und Wollschow aus dem Nordosten der Uckermark (Brandenburg) sowie den Dörfern Bröllin, Fahrenwalde, Karlsruh und Friedrichshof aus dem Uecker-Randow-Kreis (Mecklenburg-Vorpommern).
Landkarte
 
Zu ihren Gottesdiensten und Veranstaltungen lädt die Kirchengemeinde ganz herzlich ein.
Das Rüstzeitheim in Brüssow mit bis zu 30 Plätzen kann angemietet werden.
 
Brüssow ist eine Kleinstadt im Nordosten Brandenburgs, auf halber Strecke zwischen Prenzlau und Stettin. Es gibt einen schönen Badesee mit Campingplatz und gut erhaltene Reste der einst mächtigen Stadtmauer.
 
 
 
Evangelisches Pfarramt Brüssow
Pfr. Matthias Gienke
Amtsstr. 6a
17326 Brüssow
Tel.: 039742-80230
Fax: 039742-80238
eMail: bruessow(at)kirchenkreis-pasewalk.de
 
 
Näheres zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen der Kirchengemeinde finden Sie unter:
www.kirchengemeinde-bruessow.de

Bruessow_Gemeindebrief_Jan.-Maerz.pdf

1.0 M

Bruessow_Fragen_zur_Bestattung.pdf

1.3 M


Sophienkirche zu Brüssow

Brüssow
Brüssow
Brüssow, Altar
Brüssow, Orgel
Die Brüssower Sophienkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist ein einfacher und rechteckiger frühgotischer Feldsteinbau, dessen westlicher Teil als Turm abgetrennt ist. Die alten Architekturformen sind am besten am Ostgiebel erhalten, in dem sich noch die drei ursprünglichen hohen Spitzbogenfenster in einer Blende abzeichnen.
 
Die Kirche wurde im dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und war noch 1702 "ohngebauet". Zwischen 1702 und 1724 wurde sie wieder hergestellt; der Turm wurde 1705 gerichtet, der barocke Altar des Schnitzers Rosenberg aus Stettin kam im April 1714 in die Kirche.
 
1831 musste der 43,50 Meter hohe Turm saniert werden, und auch das Kirchenschiff wurde bis 1836 umgebaut. Da man mehr Platz benötigte,(insbesondere in den Erweckungsjahren nach 1840) wurde der Rosenberg-Altar in das Prenzlauer Museum ausgelagert und die Emporen bis an die Ostwand weitergeführt.
 
Zwischen 1930-1943 wurde der baufällig gewordene Turm wieder gesichert und die Emporen zurückgebaut. Auch der Rosenberg-Altar wurde nach 100-jährigem Exil wieder in die Kirche zurück geholt. Ebenso stammen die Bemalungen der Emporen mit Bildern zu Gleichnissen Jesu und Bibelworten durch Professor Thol (Berlin) aus dieser Zeit (1940/41).
 
Emporen mit Orgel von 1942
Die Orgel mit ihren 18 Registern auf 2 Manualen und Pedal wurde von der Firma Alexander Schuke (Potsdam) 1942 erbaut. Das Gehäuse von 1842 stammt von Gottlieb Heise, Potsdam.
                                 Disposition:
I.                            II.                              Pedal:
Principal 8'            Gedackt 8'                 Subbass 16'
Koppelflöte 8'        Nachthorn 4'              Posaune 16'
Trompete 8'           Waldflöte 2'               Oktave 8'
Oktave 4'               Sesquialtera 2fach    Oktave 4'
Rohrflöte 4'            Quinte 1 1/3
Oktave 2'               Cymbel 3fach
Quinte 2 2/3                                         Manualkoppel II-I          
Mixtur 4fach                                         Pedalkoppel I und II
 
Glocke 1778
Glocke 2000
Glocke 2000
Glocke 1609
Die letzte Sanierung des Turmes fand 1995/96 statt. Seit 1997 läutet im Turm wieder die große alte Glocke von 1778 (mit einem Gewicht von ca. 1 Tonne; gegossen von J.F.Thiele, Berlin). Im Jahr 2000 konnte mit zwei weiteren Glocken (gegossen von der Firma Bachert in Heilbronn) das Geläut vervollständigt werden.
Die kleine Taufglocke von 1609 (von Rudolf Classen gegossen) ist im Turmeingang ausgestellt.
Bekannt sind zwei weitere Vorgängerglocken, die zu Rüstungszwecken 1917 eingeschmolzen wurden: 1730 (Gießer: Johann Heinrich Schmidt, Stettin) und 1751 (Gießer: Johann Heinrich Scheel (Stettin).
 
 

Kirche zu Woddow

Woddow
Woddow, Altar
Die Woddower Kirche ist ein frühgotischer Feldsteinbau, wohl aus dem 13. Jahrhundert, von einfachem rechteckigem Grundriss mit gefasstem Sockel, schlanken Spitzbogenfenstern und einem abgestuften Südportal.
1709 ist ein Fachwerkturm aufgesetzt worden.
Am Ende des 2. Weltkrieges ist die Kirche schwer beschädigt worden, 1962/63 dann notsaniert.
Nachdem Ende der 80er Jahre die Kirche zeitweise aufgegeben und entwidmet war, finden seit dem Jahr 2000 wieder Gottesdienste in ihr statt, im Jahr 2005 wurde der Innenraum saniert.

Der seit 1991 nach Blumenhagen ausgeliehene mittelalterliche Marienaltar (um 1500) wurde zurück geholt.
Im Mittelteil des Altars wird die Krönung Marias mit Gott Vater und Christus unter dem Heiligen Geist dargestellt, seitlich des Hauptbildes befinden sich in vier Nischen die Jungfrauen Barbara, Dorothea, Katharina und Margaretha. In den Seitenflügeln rechts und links in Dreiergruppen die 12 Apostel. Der Altar wurde 2006/7 restauriert.
 
In das Kanzelpult, das 1962/63 angefertigt wurde, sind Teile der im übrigen verlorengegangenen ehemaligen Renaissance / Barock-Kanzel eingearbeitet.
 
Glocke 1509
Glocke 1540
Die Woddower Kirche beherbergt zwei sehr wertvolle spätmittelalterliche Glocken. Die kleine und ältere Glocke stammt aus dem Jahr 1509 (Gießer: Joachim Mei), die andere aus dem Jahr 1540, gegossen von Mei (wohl jüngerer, gleichnamiger Gießer des Joachim Mei). Als Besonderheit befindet sich auf der Glocke eine Kreuzigungsgruppe und zwei (leider vergossene) Landsknechte.
 
 
 
 
 

Kirche zu Fahrenwalde

Fahrenwalde
Altarraum

Die Fahrenwalder Kirche ist ein solider Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert von äußerst schweren, wuchtigen Massen. Ein breiter Turm und ein ebenso breites, kurzes Schiff erhebt sich über einem Granitsockel mit sorgfältig angearbeiteter Schräge. Das Westportal hat dreifach abgestuftes Gewände in voller Spitzbogenform. Einem kleineren Portal auf der Südseite ist eine Vorhalle mit geschweiftem, verputztem Renaissancegiebel vorgelegt. Die alte Form der Spitzbogenfenster ist nur noch an den drei östlichen Fenstern erhalten, ihre abgestuften Gewände sind an den Zwischenpfeilern zum Teil durch Konsolen abgefangen. Das Dreieck des Ostgiebels zeigt noch die ursprünglichen Blenden, mit Rundbogenschluss. Der Dachstuhl wurde im 18. Jahrhundert in alter steiler Neigung erneuert.
Der Turm erhebt sich, abgesehen von einigen kleinen Schlitzfenstern, in geschlossenen Massen bis zu den ursprünglichen, breiten, in vollem Stichbogen gebrochenen Schallöffnungen. Darüber ist später ein weiteres Geschoss aufgesetzt worden. Die urwüchsige Wetterfahne zeigt einen mächtigen Drachenkopf.
 
Die Orgel wurde von Barnim Grüneberg (Stettin) im Jahr 1906 (Opus 528) gebaut.

Orgel 1906
              Disposition:
 Principal 8'       Subbass 16'
Salicional 8'     
Gedackt 8'        Octavcoppel
Octave 4'          Pedalcoppel
                         Calcant
 
 
 
Glocke 1708
Die einzig verbliebene Bronzeglocke im Kirchturm wurde 1708 von Johann Jakob Schultz/Berlin in Prenzlau gegossen.
1904 wurde die Kirche wiederhergestellt. Decke und Emporenbrüstungen wurden bemalt, das Gestühl in Anlehnung an die barocken Formen des Kanzelaltars erneuert. Der Altar wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, von zwei korinthischen Säulen und seitlichem Schnitzwerk mit Bandmotiv und Akanthus eingefasst und von einem Schalldeckel aus Engelsköpfen zwischen Wolken bekrönt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kirche zu Battin

Kirchenruine Battin

Die Battiner Kirche ist vermutlich nach der Zerstörung im 30-jährigen Krieges als barocker Putzbau zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder errichtet worden. In der Wetterfahne fand sich die Jahreszahl 1743, der vermutlichen Fertigstellung des Turmes.
Im Jahr 1945 wurde die Kirche durch Kriegseinwirkung zerstört und brannte aus. Danach stand sie fast 60 Jahre als Ruine. Erst 2001 und 2003 gelang es im Rahmen einer Vergabe-ABM, die Überreste zu sichern und wieder nutzbar zu machen. Der Turm erhielt ein Notdach, das Kirchenschiff blieb offen, das Mauerwerk wurde durchrepariert, die Mauerkrone befestigt, der Innenraum gepflastert. Noch heute brütet Jahr für Jahr in der Kirche ein Turmfalke. Die Kirche wird für Open-Air-Veranstaltungen genutzt.
 
Interessante Fotos aus der Zeit vor und nach der Sicherung finden sich auf der Seite:
http://www.hugenotten-uckermark.de/Kirchen/17326_battin.htm
 
 
 

Kirche zu Grimme

Grimme
Altarraum

Altar von 1690
Altarausschnitt: Abendmahl von 1490
Anna selbdritt
Die Grimmer Kirche weist eine Besonderheit auf: Kirchturm und Kirchenschiff sind voneinander getrennt errichtet, der Turm steht etwa 20 m in südwestlicher Richtung vom Schiff entfernt.
Der Turm ist 33 m hoch und wurde vermutlich als Wehrturm an der damals wichtigen Straßenkreuzung gebaut. Der obere Teil des Turmes über den Feldsteinen stammt aus späterer Zeit. Das Pyramidendach mit der geschlossenen, achtseitigen Laterne wurde 1717 fertiggestellt.
Glocken 1680 (li.), 1922 (re.)
1992 ist der Turm komplett saniert worden. Er beherbergt zwei Glocken. Die große Glocke stammt aus dem Jahr 1922 (gegossen von Christian Störmer, Erfurt). Auf ihr befinden sich die Namen der im 1.Weltkrieg gefallenen Grimmer Soldaten. Die Glocke war gesprungen und wurde 1993 in der Glockenschweißwerkstatt Lachenmeyer (Nördlingen) repariert. Die kleine Glocke ist ein Kunstwerk aus dem Jahre 1680, gegossen von Lorentz Kökeritz II. Ihre Inschrift lautet:
"ALS DVRCH DEN KRIEGES HALL - GERAVBT DER KIRCHEN ZIER - IM FRIED NEVW GLOCKENSCHALL - ZV GRIMMEN KOMPT ALHIER - DA LOECKNITZISCHE HERREN HERREN - CREDITORES IN DEM AMPT OBRIKIT - H: IOCHIMVS CAMERARIVS PASTOR - IVRGEN WVLF - SCHVLTZ VND VORSTEHER WAREN - LORENTZ KÖKERITZ GOSS MICH ANNO 16 80"
Bekannt ist noch eine Glocke aus dem Jahre 1734 (Gießer: Johann Heinrich Scheel), die 1917 zerstört worden ist.
 
Vom Grimmer Kirchturm aus hat man einen wunderbaren Blick und kann zum Beispiel die Kirchen von Menkin, Bergholz und Löcknitz sehen.
Das Kirchenschiff wurde, wie auch der Turm, um 1250 errichtet. In der Ostwand der Kirche sind die ursprünglichen frühgotischen Spitzbogenfenster erhalten, das mittlere ist etwas höher als die anderen beiden. In der Südwand waren ursprünglich zwei Portale, die heute vermauert sind.
Spuren der früheren gotischen Fenster sind in der Südwand noch erkennbar. Die heutigen Fenster stammen aus späterer Zeit, ebenso das westliche Portal, das heute den einzigen Zugang zur Kirche darstellt.
Die Kirchenmauern sind sorgfältig ausgeführt, nur die Westwand ist unregelmäßig, offenbar nachträglich vorgesetzt.
Im dreißigjährigen Krieg ist neben dem Dorf auch die Kirche zerstört worden und war noch 1687 "ganz wüste", wurde dann aber wieder hergestellt.
Der Kanzelaltar wurde 1690 errichtet, die in Holz geschnitzte Darstellung des Abendmahls ist allerdings älter und wird auf 1490 datiert, und könnte möglicherweise aus dem früheren Bestand gerettet worden sein.
Der kleine Messingkronleuchter wurde 1690 von Jacob Wocke hergestellt und 1717 von Martin Schönwolf und Elisabeth Fahrenwaldt "Gott zu Ehren" gestiftet. An der Südwand findet sich die Anna selbdritt, die Darstellung des Jesuskindes mit Mutter Maria und Großmutter Anna.
 
Die Orgel wurde 1891 von Barnim Grüneberg (Stettin) von einem unbekannten Orgelbauer für Grimme angekauft, 1980 durch die Firma Stöber aus Berlin überholt und 1999 grundlegend saniert durch den Orgelbauer Wolter aus Zudar/Rügen. In ihrem Prospekt befinden sich 14 nicht klingende Pfeifen.
 
Disposition:
Principal 8'
Salicional 8'
Gedackt 8'
Flöte 4'
 
angehängtes Pedal
 
 
 
Grimme gehört seit 1973 zum Pfarrsprengel Brüssow.
 
 
 
 
 
Katechetin
Daniela Schiebe
Kirchenstr. 5
17309 Zerrenthin
Tel.: 039743-50775
Mail: daniela_schiebe(at)web.de
 
 
 
Kirchenmusikerin
Helga Bellmann
Kirchenförsterei 1
17309 Pasewalk
Tel.: 03973-441774
 
 
 
 
 
 

Kirche zu Menkin

Mekin
Menkin
Altar
Orgelempore
Patronatsloge
Totenkranzkonsole

Die Menkiner Kirche ist um 1220 errichtet worden. Der gefasste Granitsockel, die abgestuften Feldsteinumrandungen der Spitzbogenportale und die drei mit Feldsteinen umrahmten Spitzbogenfenster der Ostseite einschließlich des Giebeldreiecks sind Zeugen jener Zeit, aus der auch noch die Weihekreuze an Ost und Südwand in der Kirche stammen.
 
Nachdem Menkin und auch Teile der Kirche durch die Schweden im 30-jährigen Krieg zwei Mal verwüstet wurden, ist die Kirche bereits 1637 neu aufgebaut und um den nördlichen Anbau mit Patronatsempore und Gruft erweitert worden. In der 2005 sanierten Gruft befinden sich 15 Särge der Familie von Winterfeldt aus den Jahren von 1640 bis 1750.

Pelikan
Kreuzigung
Abendmahl
Der Spätrenaissancealtar wurde 1599 gestiftet von der vorherigen Besitzerin Menkins, Ursula von Blanckenburg, deren Portrait am Predigtstuhl zu sehen ist. In der Predella des Altars wird das Abendmahl dargestellt, links und rechts daneben zwei Engel mit Hostie und Kelch. Darüber im Mittelteil ist die Kreuzigung Jesu dargestellt, darüber der auferstandene Christus mit der Siegesfahne und auf der Spitze des Altars der Pelikan, der seine Jungen mit seinem eigenen Blut tränkt.
 
Kanzel
Auch die Kanzel mit Darstellungen der vier Evangelisten am Kanzelkorb stammt aus jener Zeit.
Das Gestühl der Kirche ist seit 1637 unverändert erhalten. An den Wänden der Empore sowie an Nord und Südwand finden sich 32 Kindertotenschilder.
 
Die Orgel (Opus 740) wurde von Barnim Grüneberg im Jahr 1917 gebaut und ist 2005 saniert worden durch den Orgelbauer Arnold aus Plau am See.
 
                               Disposition:
I.                       II.                                 Pedal
Bordoun 16'      Lieblich Gedackt 8'      Subbass 16'
Principal 8'        Salicional 8'               
Octave 4'           Aeoline 8'                    Manualcoppel
                          Flauto dolce 4'             Pedalcoppel I und II
 
Superoctavcoppel, Schweller, Mezzoforte, Tutti, Calcant
 
Glocke 1767
Im Turm befindet sich eine Glocke aus dem Jahre 1767, gegossen von Johann Heinrich Scheel, Stettin.
 
Nachdem bereits 1926-1930 eine Sanierung der Kirche durchgeführt worden war, erfolgte von 1995-1999 eine grundlegende Innen- und Außensanierung von Turm und Kirchenschiff, an der die Deutsche Stiftung Denkmalschutz maßgeblichen Anteil hatte. Durch großzügige Unterstützungen einer Hamburger Stifterin konnten auch Altar und Kanzel, Patronatsempore, Südvorhalle und Orgel saniert werden.
 
 
 

Kirche zu Wollschow

Wollschow
Wollschow Altarraum
(Orgel) Empore
 
Der Ort Wollschow wurde um 1200 von deutschen Kolonisten aus Westfalen gegründet. Die erste Kirche aus jener Zeit ist nicht mehr erhalten. Sie wurde 1634 im dreißigjährigen Krieg total zerstört.
 
1704 begann der Wiederaufbau. Die Wollschower Kirche wurde als massiver Putzbau errichtet. Im Osten schließt sie halbrund ab, im Westen ruht der quadratische und mit einem kurzen Pyramidendach endende Turm auf zwei dicken Rundpfeilern. Die hohen Fenster sind im Korbbogen geschlosssen. Die Decke ist gerade mit sichtbaren, sehr eng liegenden Balken.
Etwa 1710 wurde ein Barock-Altar eingebaut. Davon ist nur noch der Schalldeckel der Kanzel erhalten, der bei der letzten Restaurierung im Jahr 1970 über der heute vom Altar getrennten Kanzel angebracht wurde.
 
Erst im Jahr 1744 wurde der Bau des Turmes vollendet.
Die beiden Glocken von 1717 (Gießer: Johann Heinrich Schmidt, Stettin) wurden 1733 bzw. 1942 zerstört. 1927 wurde eine neue Glocke gestiftet.
Im Turm hängt heute jedoch eine Bronzeglocke des Gießers Carl Voss aus Stettin, Gussjahr 1872.
Um 1850 wurde die Kirche erneuert und ein neuer, schlichter Kanzelaltar eingebaut.
Die 1891 gestiftete Grüneberg-Orgel ist 1945 zerstört und 1965 abgebaut worden.
Die letzte Dachdeckung erfolgte 1961, 1965 wurde die Winterkirche eingebaut, 1969 der Außenputz des Kirchenschiffs erneuert, 1970 das Innere der Kirche umgestaltet und die ganze Kirche ausgemalt und wieder eingeweiht.
 
Auf dem Altar stehen heute noch zwei Bronzestandleuchter aus dem Jahr 1653, der Turm ist 1989 neu verputzt worden, die Glocke wurde 2006 neu aufgehängt und mit einem Läutewerk versehen.
 
 
 

Kirche zu Bagemühl

Bagemühl
Bagemühl
Altarbild: Liesbeth Herms (Menkin)
 
Die Bagemühler Kirche ist ein neogotischer Feldsteinsaal mit polygonaler Apsis von 1875-1877. Die Außenmauern der Vorgängerkirche aus Granit aus dem 13. Jahrhundert sind dazu genutzt worden. Die Apsis wurde mit Strebepfeilern und Vierpassfries unter dem Traufgesims ausgeführt. Die Giebelwände wurden mit Eckfialen versehen. Das ehemalige Portal auf der Nordseite ist vermauert worden.
Von der bauzeitlichen Ausstattung sind die Westempore mit vorgezogenem Mittelteil sowie die neugotische Ausstattung (Altar, Kanzel, Taufe) erhalten.
1982 wurde das Kirchendach und 1986 der Kirchturm neu gedeckt. 2002 musste die Kirche aufgrund erheblicher Dachstuhlschäden wegen Einsturzgefahr gesperrt werden. Im Jahr 2007 konnte endlich der erste Sanierungsabschnitt durchgeführt werden.

Fenster links
Fenster Mitte
Fenster rechts
Fenster Mitte
Für die Belichtung des Kirchenraums sorgen je drei Spitzbogenfenster auf der Nord- und der Südseite sowie die fünf Fenster der Apsis, deren Verglasungen 1900 eingebaut wurden.
(Bildausschnitt Fenster Mitte: Segnender Christus)
 
Orgel
Die Orgel, 1877 von Barnim Grüneberg erbaut, wurde 2011 nach der Sanierung der Kirche aus dem Baltische Orgelzentrum Stralsund, an das sie ausgeliehen war, zurückgeholt.
 
Disposition: (Opus 178)
Principal 8'             Superoctave 2'
Gedackt 8'              Subbass 16'
Octave 4'                Pedalcoppel
Flöte 4'                    Calcant
 
1927 wurden zwei Glocken von der Glockengießerei Erich Voss, Stettin, gegossen, von der nur noch eine erhalten ist. Von Vorgängerglocken sind bekannt: zwei Glocken von 1705 (Gießer: Johann Heinrich Schmidt).
 
Bagemühl war bis 1996 Sitz einer Pfarrstelle, zu der auch die Dörfer Battin und Woddow gehörten. Nach Aufhebung der Pfarrstelle gehört Bagemühl mit den beiden anderen Dörfern zur Brüssower Pfarrstelle.
 
 

Kirche zu Bröllin

Bröllin, Westseite
Bröllin, Südseite
Bröllin, Kabinettbild
Altarbild (Sinkender Petrus)
Glocke 1888
Glockenkrone mit Puttenköpfen

In Bröllin steht eine kleine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit eingezogenem Chor, der mit dem Schiff ehemals durch einen Triumphbogen verbunden war. Auf dem Westende des Kirchendaches befindet sich ein viereckiger Bretterturm mit Spitzhelm. Der Mauerkörper der Kirche war ehemals ganz überputzt, die in Backstein ausgeführten, bleiverglasten Spitzbogenfenster sind neuzeitlich.
Auf der Nordseite des Kirchenschiffs findet sich in einem Bleiglasfenster ein kleines Kabinettsbild - ein Herr reicht einer Dame einen Becher Wein. (siehe Foto oben rechts)
Auf dem großen Altarbild ist Jesus mit dem sinkenden Petrus dargestellt.
Die einzige Bronzeglocke aus dem Jahre 1888 wurde von Ernst Voss (Stettin) gegossen.
 
Orgel 1888
Die Orgel wurde 1888 von Friedrich Hermann Lütke- müller (Wittstock) erbaut.
Disposition:
Principal 8' (Discant)
Salicional 8'
Gedackt 8'
Praestant 4'
Flöte 4'
Octave 2'
 
angehängtes Pedal
Calcant
 
Auf dem Friedhof sind links von der Kirche noch viele Gräber der Gutsbesitzer-Familie Stoewahs zu finden, die von 1850 bis 1945 der letzte Patron der Brölliner Kirche war. Bröllin, ursprünglich eine "mater" unter Lindstedtschem Patronat, wurde dann seit dem 30-jährigen Krieg von Wetzenow aus "kuriert", kam Ende des 20. Jahrhunderts zu Rollwitz und nach Auflösung der dortigen Pfarrstelle im Jahr 2006 zu Brüssow.
 
 
 

Kirche zu Grünberg

Grünberg
Altarraum
Empore
Glocke (1793?)

Die Grünberger Kirche wurde im Jahr 1792 errichtet und bildet einen ovalen Grundriss. Die Decke der Kirche ist gerade geputzt. Vier kannelierte, runde Holzsäulen mit schlichten Kapitellen tragen sie und zugleich auch den Glockenstuhl sowie die achtseitige verbretterte Laterne, die sich inmitten des Gebäudes aus dem Ziegeldach erhebt.
Gegen 1900 wurde die Kirche wieder hergestellt, die jetzige einfache Innenausstattung stammt aus dieser Zeit. Im Turm befindet sich eine alte, nicht datierte Bronzeglocke. Es ist aber fraglich, ob es sich noch um die von Carl Gottlieb Becker im Jahre 1793 gegossen Glocke handelt.
In den Jahren 2001 und 2002 ist die Kirche im Rahmen mehrerer Vergabe-ABM grundlegend und umfassend saniert worden. Dabei wurden auch die Fundamente eines mittelalterlichen Vorgängerbaus entdeckt.
Seit 2004 gehört Grünberg zur Kirchgemeinde Brüssow.
 
 
 

Kirche zu Trampe

Trampe
Trampe
Altarraum
Empore

Die Kirche zu Trampe wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Aus dieser Zeit sind nur noch Teile im westlichen Bereich des Kirchenschiffs erhalten.
1705 wurde die (vermutlich) von Johann Heinrich Schmidt, Stettin gegossene Glocke gestiftet. 1738 bis 1740 wurde die Kirche neu erbaut und zwar durch den Gutsherrn von Trampe und Friedrich von Broecker, der den Bau aus eigenen Mitteln finanzierte.
Aus der Zeit von 1738-40 rührt der größere östliche Teil der Kirche her. Das Erdgeschoss des Turmes war ehemals mit dem Kirchenraum verbunden, ist jetzt aber abgetrennt und kann als Winterkirche genutzt werden.
Über dem Westende der Kirche erhebt sich ein quadratischer Fachwerkturm mit unverputzten Backsteinfüllungen, der mit einer geschweiften Haube gedeckt ist und in achtseitiger geschlossener Laterne endigt.
Der einfache barocke Kanzelaltar wurde um 1740 im Zuge des Neubaus der Kirche errichtet. Im Taufstein (hölzern) liegt eine messinggetriebene Taufschale mit der mehrfach wiederholten Umschrift ""ALZEJT. GELÜK . EHWART"
1980/81 wurde das Kirchdach neu gedeckt und 1982 der Kirchturm umgedeckt.
Derzeit ist der Fachwerkturm gefährdet, da viele Hölzer beschädigt bzw. verfault sind. Im Jahr 2003 ist eine Notsicherung am Turm vorgenommen worden. Die Glocke kann aber bis zu einer Sanierung nicht geläutet werden.
 
Seit 2004 gehört Trampe zur Kirchgemeinde Brüssow und wird von Brüssow aus pfarramtlich versorgt.