Pfarrsprengel Strasburg

Zur Pfarrstelle gehören die Kirchengemeinde St. Marien der Stadt Strasburg/Uckermark mit Schwarzensee, die Dorfkirchengemeinde Wismar und nach der letzten Strukturreform die Kirchengemeinde Blumenhagen mit den Dörfern Groß-Luckow, Klein-Luckow und Groß-Spiegelberg.
Landkarte
 
In preußischer Zeit war Strasburg eine brandenburgische Superintendentur. Bis heute ist reformiertes Erbe der hugenottischen Siedler wirksam. Seit 1972 ist das Gebiet Teil der Pommerschen Evangelischen Kirche.
 
Die Gemeinde in Strasburg feiert den Hauptgottesdienst am Sonntag um 9.30 Uhr (jeden 1. Sonntag im Monat mit Abendmahl, jeden zweiten Sonntag mit Kirchenkaffee), in den Dorfkirchen in 14-tägigen Abständen.
Als Standort großer diakonischer Einrichtungen hat Strasburg eine Predigtstätte im Altenhilfezentrum "Matthias Claudius".
Dort wird alle 14 Tage Gottesdienst gefeiert.
 
 
Ev. Pfarramt Strasburg
Pfr. Manfred Hojczyk
Pfarrstr. 22
17335 Strasburg
Tel. 039753/20258
 
Pfarrbüro
Frau Niemann
Tel.: 039753/21501
Fax: 039753-20788
eMail: strasburg(at)kirchenkreis-pasewalk.de]
 
 
 
 

St. Marienkirche zu Strasburg

Strasburg
Strasburg, Ostgiebel
Strasburg, Altarraum
Die Strasburger St. Marienkirche blickt auf eine bewegte Baugeschichte zurück.
Die Grundsteinlegung der Marienkirche erfolgte in den Anfangsjahren der Stadtgründung um 1250.
Im Wesentlichen unterscheiden wir zwei Bauphasen. Vom frühgotischen Kirchenbau sind heute nur der Chor und das Untergeschoss des Turmes erhalten.
Um 1450 erfolgte eine tiefgreifende Neugestaltung der Kirche. Das ursprüngliche Langhaus wurde abgerissen und eine dreischiffige Halle im spätgotischen Stil errichtet.
Im Jahr 1602 wurde der Südturm bis zur halben Höhe abgerissen und erst 1617 wieder aufgebaut.
1837 erfolgte eine Erneuerung der Glockenstube und des Turmhelms.
Im Jahr 1845 wurden die Orgelempore und die Orgel eingebaut.
Bei der Gesamtrestaurierung der Kirche 1865 wurde der Chorgiebel umgestaltet, die Sakristei eingebaut sowie der Chorraum gewölbt. Die barocke Inneneinrichtung wurde entfernt und im neugotischen Stil errichtet. Teile der barocken Ausstattung fanden sich bei Abrissarbeiten in den 60-er Jahren und sind jetzt im Nordschiff aufgestellt.
Während der Umgestaltung 1935 wurde die Ausstattung von 1865 entfernt. Aus dieser Zeit stammen die Bemalungen der Holztonne im Chor und die Malereien im Langhaus. 
Die vier Glocken im Turm stammen aus dem Jahre 1948 und sind von Erich Voss (Hennickendorf) gegossen worden.
Bei der letzten umfassenden Restaurierung im Jahre 1990 erfolgte die Öffnung der Rosette im Ostgiebel und die Ausgestaltung mit farbigem Glas.
Interessant ist die Sonnenuhr auf der Südseite.
 
Weitere Ansichten der Kirche siehe hier.
 
 
 
 

Kirche zu Schwarzensee

Schwarzensee
Die Dorfkirche in Schwarzensee ist ein kapellenartiger Neubau, errichtet anstelle der in den 60-er Jahren abgerissenen barocken Fachwerkkirche.
 
 
 
 

Kirche zu Blumenhagen

Blumenhagen
Ostgiebel
Altar
Pult
Orgelpositiv
Die Kirche in Blumenhagen, um 1250 erbaut, ist ein reiner Feldsteinbau.
Am Ostende der Nordseite des Gotteshauses befindet sich eine tonnengewölbte Sakristei. Den Westteil des Kirchenschiffes nimmt die Empore mit einem Orgelpositiv der Orgelfirma Alexander Schuke (Potsdam) ein. Im Turm hängt eine von Ernst Voss (Stettin) umgegossene Glocke aus dem Jahre 1890 (465 kg). Ihr ursprünglicher Guss stammt aus dem Jahre 1590 (Gießer: Andreas Bruggemann, Stettin).
1991 wurde die Kirche nach mehrjähriger Sanierung wieder eingeweiht.
 
 

Kirche zu Groß-Spiegelberg

Groß-Spiegelberg
Die Dorfkirche Groß Spiegelberg ist ein kleiner rechteckiger aus Feld- und Backsteinen errichteter Putzbau mit einem eingezogenem Westturm aus dem 15./16. Jahrhundert. Der Turmaufsatz, ein niedriger vierseitiger Helm, entstand im Jahr 1839.
Zur äußerst einfachen Ausstattung des Innenraumes gehören neben einem schlichten Altar ein kleiner Bronzeleuchter in Empireformen.
Die in bäuerlichen Renaissanceformen gehaltene Kanzel steht nicht mehr an der Ostseite des Innenraumes. Stattdessen befindet sich der Kanzelkorb auf einem niedrigen Sockel, während der Fuß der ehemaligen Kanzel als Taufstein dient.
Im Turm befindet sich eine von den Gebrüdern Schwenn (Stettin) gegossene Glocke aus dem Jahre 1796. U. a. wird sie geziert von Christus mit der Kreuzesfahne im Strahlenkranz.
Der sich an den Ostgiebel des Gotteshauses anschließende Gruftbau aus Feldstein mit Backstein für die einst in Spiegelberg wohnende Familie von Winterfeldt ist in desolatem Zustand (die Kirche mit Gruftbau ist kommunales Eigentum).
 
 
 
 

Aktueller Gemeindebrief

Strasburg_Gemeindebrief_Dez.11-Febr..pdf

4.0 M

 
 
 
Näheres zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen der Kirchengemeinde finden Sie auch unter:
Pfarrsprengel Strasburg
 
 
 

Kirche zu Wismar

Wismar
Wismar
Altarraum
Altar
Orgel
Die Dorfkirche in Wismar, die nördlichste Kirche des Bundeslandes Brandenburg, ist ein Feldsteinbau, der um 1250 errichtet wurde.
Das Gotteshaus ist das einzige Bauwerk, das aus der Zeit der Gründung des Dorfes vor ca. 750 Jahren erhalten blieb. Ursprünglich ist die Wismarer Kirche eine trutzige Wehrkirche gewesen. Die dicken Mauern aus sorgfältig bearbeiten Feldsteinen, konnten bei kriegerischen Auseinandersetzungen für begrenzte Zeit Zuflucht bieten. Die Fenster der Kirche waren deshalb nur schmal und klein und der Kirchraum sehr dunkel. Auch der Turm aus Feldstein ragte sicher über den Dachfirst des Kirchenschiffes hinaus und schloss mit einem Satteldach ab. In der Kirche befand sich nur eine einfache Balkendecke.
1825 bekam die Kirche ihren spätbarocken Charakter, der bis zum heutigen Tage mit wenigen Abänderungen behalten ist.
Der wuchtige Feldsteinturm wurde in mehrere Turmabschnitte aufgegliedert. Der dunkle Innenraum der Kirche bekam durch neue Fenstereinbrüche mehr Licht. Die einfache Balkendecke wurde durch ein abgeflachtes Tonnengewölbe ersetzt. Eigentlich verlangt dieser so gestaltete Raum nach prächtigem barocken Schmuck. Die jetzige Schlichtheit entspricht nicht seinem Wesen.
 
Aus der wechselhaften Geschichte der ersten Jahrhunderte der Kirche ist nichts überliefert. Vielleicht stammen aus der katholischen Zeit des Gotteshauses noch die kläglichen Reste der Malerei oben an der Ostwand.
Über die Geschichte nach der Reformation 1543 ist die Quellenlage besser. Alte Rechnungen aus dem 16. Jahrhundert zeigen, dass man sich um den Erhalt der Kirche mittels des Kirchenackers viel Mühe gegeben hat. Auch nach der Reformation behielt die Kirche ihre katholische Prägung bis zum 30-jährigen Krieg. In einem alten Kirchenbuch wird die Restaurierung der Kirche 1601 erwähnt. Maler Lorenz Schwenken aus Wittenberg malte die Kirche aus, wobei Beichtstuhl, Männer- und Frauenbänke, das Priestergestühl extra Erwähnung finden.
Alles dies ist in den schlimmen Wirren des 30-jährigen Krieges verloren gegangen. Nur die eisenbeschlagene Truhe hinter dem Altar mag aus dem Jahr 1622 stammen, wo die Wertsachen der Kirche aufbewahrt wurden.
Heute beherbergt die Kirche mit der klangschönen Orgel der Firma Kaltschmidt (Stettin), dem Taufengel und dem erst teilweise sanierten barocken Kanzelaltar aus Schwarzensee eine prächtige Inneneinrichtung. Im Turm befinden sich zwei Glocken: die eine stammt aus dem Jahre 1825 (Gießer: Gebrüder Schwenn, Stettin), die andere wurde von Erich Voss (Hennickendorf) im Jahre 1934 gegossen.
Leider wurde der sog. "gemeine Kasten", eine Truhe aus dem 18. Jahrhundert, gestohlen.
 
Das Ensemble eignet sich für Gemeindefeste, Konzerte, Taufen und Hochzeiten.
 
 
 

Kirche zu Klein-Luckow

Klein-Luckow
Klein-Luckow
Altar
Orgel
Das Gotteshaus in Klein-Luckow ist ein schlichter rechteckiger Feldsteinbau aus frühgotischer Zeit (2. Hälfte des 13. Jahrhunderts) mit einem in der Breite des Schiffes angelegten Westturm. Der Altar ist ein Spätrenaissancewerk von 1600, die Kanzel, Orgel und Empore sind 1865 entstanden, die Glocke geht auf das Jahr 1755 (Gießer: Johann Heinrich Scheel, Stettin) zurück. Der Anbau (Leichenhalle für weltliche Bestattungen) ist auch von 1865.
 
 
 
 

Kirche zu Groß-Luckow

Groß-Luckow
Fenster
Altar
Logen
Orgel
Decke (Taube)
Der flach gedeckte Feldsteinbau mit östlichem Blendengiebel und Westturm in Schiffsbreite stammt aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Nach einem Brand 1918 wurde das Gebäude umfassend erneuert; u. a. neues Turmobergeschoss und ornamentale Ausmalung des Kircheninneren.
Der aufwendige Altaraufsatz mit Bandelwerkdekor aus dem Jahre 1623 wird bekrönt von einer Mondsichelmadonna, die aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts stammt. Der figürliche Schmuck kam 1918 hinzu.
Der Kanzelkorb ist aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Logenprospekt mit Rundbogenarkatur und Engelsköpfen wohl aus dem Jahre1918.
Der Doppelgrabstein für H. v. Raven († 1602) ist mit Relieffiguren versehen.