Pfarrsprengel Ueckermünde-Liepgarten

Die Evangelische Kirchengemeinde Ueckermünde-Liepgarten ist eine am Stettiner Haff gelegene Kleinstadtgemeinde. Zu ihr gehören ca. 1.400 Gemeindeglieder in einem Pfarrbezirk (z.Zt. zwei 50%-Stellen).
Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Ueckermünde, Grambin, Berndshof und Rochow, die keine Kirchengebäude haben. Hinzugetreten ist am 05. Mai 2009 durch Vereinigung die Kirchengemeinde Liepgarten.
Landkarte
 
Eine Besonderheit in der Marienkirche ist im Winterhalbjahr vom 10. 11. bis 25. 03. das auf eine Legende zurückzuführende Bogislavläuten.
 
Schauen Sie sich die Marienkirche an, besuchen Sie unsere Gottesdienste oder eines der vielen Konzerte, die vor allem im Sommer hier stattfinden.
 
 
 
 
Ev. Pfarramt St. Marien I und II
Pfn. Susanne Leder
Pfr. Stephan Leder
Belliner Str. 38
17373 Ueckermünde
Tel. 039771-23463
Fax: 039771-53131
eMail: ueckermuende.2(at)kirchenkreis-pasewalk.de
 
Pfarrbüro
Schulstr. 21
17373 Ueckermünde
Tel. 039771-23267
Fax: 039771-23270
 
 
 

St. Marienkirche zu Ueckermünde

Ueckermünde, St. Marien
St. Marien, Altar
Im Stadtzentrum steht die St. Marienkirche, ein Saalbau mit barocker Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert und einem neugotischen Turm aus dem 19. Jahrhundert.
Die heutige Marienkirche ist die dritte Kirche an gleicher Stelle (Stadtbrand 1473, Baufälligkeit des Nachfolgebaus Mitte des 18. Jh.).
 
Seit dem 16. März 1766 steht die St. Marienkirche an dieser Stelle.
Besonderheiten sind die bemalte Holzdecke (restauriert in den Jahren 2006-2008), eine trinitarische Himmelsdar-stellung, die Doppelemporen und der schöne Kanzelaltar, der 1961 renoviert wurde. Die Buchholz-Orgel wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus der "Neuen Kirche" zu Berlin gekauft.
Der Turm der Kirche wurde 1866 neu gebaut und 1991 saniert. In ihm schlagen drei Glocken.
 
Von einem Vorgängerbau ist ein Teil des Ratsgestühles erhalten geblieben. Wappen und Hausmarken der Ratsmitglieder lassen uns heute Ihre Aufgaben erahnen.
 
Die Westwand aus dem Jahre 1593 besitzt fünf Felder, von denen jedes das geschnitzte Wappen oder die Hausmarke eines der damaligen Ratsmitglieder trägt. Es sind Detlef Elver, Jochen Marquardt, Paul Swartrock, Carsten Bornemann und Gregorius Vicke.
 
Die Ostwand des Ratsgestühles aus dem Jahre 1651 besteht aus vier Feldern mit folgender Inschrift:
1. Judicium nen fer nisi nen munt ambo losuti.
(Führe kein Urteil herbei, außer wenn beide gesprochen haben.)
2. Nullus heminum ost per emnies sapiens, pecat ant errat etian sapiente sapierdtior.
(Kein Mensch ist in allem weise: es sündigt oder irrt, auch wer weiser ist als weise.)
3. Nomen sine actu atque officio nihil est.
(Der Mann ohne seine Betätigung und Pflichttreue ist nichts.)
4. Fustra eum omnes leges absolvunt quem proprio sondemnat sonscientis.
(Umsonst sprechen alle Gesetze den frei, den das eigene Gewissen verdammt.)
 
Sehenswert in der Kirche sind die drei Kronleuchter, die aus den Jahren 1648 bis 1703 stammen.
1. 1653: ( 1 x 7 Arme)
"Emerontja Bolhagens, Sehl. Hinrich Dickmanns Hinterbliebene Wittebe Anna Dickmanns, Christof Malchins eheliche Hausfawe, haben diese Krone in dieses Gotteshaus verehret Anno 1653."
2. 1648: (2 x 7 Arme)
"Anno 1440, am 24. Dezember hawt Ihre F. G. fürstliche Gnaden wohlbestalter Amtmann Jochen Plaete diese Krone zu Gottes Ehre und zum Gedächtnis seiner lieben Kinder in dieser Kirche verehret."
3. 1703: (2 x 6 Arme)
"Soli Deo Gloria. Anno 1703, am 20. November ist diese Krone zu Amsterdam gekauffet und Gott zu Ehren und dieser Ueckermündischen Kirche zum Zieraht geschenket und Jakob Weegener, Bürger und Schiffer, selbst und dessen Eheliebste Barbara Schülers."
 
Details zu Inschriften, Tafeln und Bildern siehe hier.
 
 
 
 
 

Kreuzkirche zu Ueckermünde

Ueckermünde, Kreuzkirche
In Ueckermünde-Ost steht ein kleines Gemeindezentrum, die Kreuzkirche.
Sie wurde 1992 als letzte Kirche im Sonderbauprogramm der EKD "Neue Kirchen für neue Städte" errichtet.
Die Kreuzkirche ist ein Achteckbau mit einem in der Mitte liegenden Gottesdienstraum und darum herum angeordneten Funktionsräumen.
 
 
 

Kirche zu Liepgarten

Die Evangelische Kirchengemeinde Liepgarten ist eine kleine, eigenständige Gemeinde mit ca. 150 Gemeinde- gliedern. Liepgarten liegt direkt vor den Toren der Haff- und Hafenstadt Ueckermünde und ist pfarramtlich mit Ueckermünde verbunden.
Das wachsende Dorf Liepgarten besitzt eine eigene, schöne, kleine Kirche, die 1270 erstmalig urkundlich erwähnt wurde und einst zum Ueckermünder Augustinerkloster gehörte. Wann und durch welche Umstände diese erste Kirche zerstört wurde, ist nicht bekannt.
 
Nach einem Gelübde Herzog Bogislavs X., der durch einen Jagdunfall im Herbst 1488 lebensgefährlich verletzt wurde, ließ er die Liepgartener Kirche wieder aufbauen. Da er 1496 das ganze Dorf kaufte, stand die Kirche unter seinem landesherrlichen Patronat. Aus dieser Zeit stammen zum größten Teil der heutige Chorraum der Dorfkirche sowie einige wertvolle Holzfiguren.
 
Als im 30jährigen Krieg die Kirche einstürzte, blieben aus Geldmangel lange Jahre nur die Mauern des Chores und des Kirchturm als Ruine stehen. Die erhaltene Glocke wurde an Ueckermünde verkauft.
Zwischen 1704 und 1706 wurde die Kirche dann als Fachwerkkirche wieder aufgebaut und nach 1708 eingeweiht.
1727 erhielt der Turm wieder eine Glocke.
1777 wurde aus dem vorhandenen Altar und der Kanzel ein für diese Region typischer Kanzelaltar gebaut.
Im 19. Jahrhundert gab es eine große Renovierung, bei der das Kirchenschiff mit Ziegeln neu aufgemauert wurde. Die Kirche erhielt 1862 die noch fast original erhaltene Grüneberg-Orgel, die 1995 umfassend restauriert wurde.
Am Reformationstag 1888 wurde die Liepgartener Kirche wieder eingeweiht. 1920 musste der Turmhelm abgetragen werden. Seit dieser Zeit besitzt die Kirche keinen richtigen Turm mehr.
 
Die Kirche besitzt für besondere Anlässe wie Taufen und Hochzeiten die ideale Größe und einen schönen Rahmen.
 
Gottesdienste werden in der Regel am letzten Sonntag im Monat, wenn nicht anders angegeben, um 15 Uhr gefeiert.