Evangelische Kirchengemeinden Ahlbeck, Hintersee und Eggesin

 
Pfarramt Ahlbeck, Hintersee und Eggesin
Pfarrer Kai Becker
Dorfstr. 8
17375 Ahlbeck
Tel. 039775-20213
Fax. 039775-26730
eMail: ahlbeck(at)kirchenkreis-pasewalk.de
 
Landkarte
 
Wir feiern unsere Gottesdienste 14-tägig.
Die genauen Termine entnehmen Sie bitte den Aushängen oder rufen Sie im Pfarramt an.
Herzliche Einladung zu allen Veranstaltungen.
 
 
 
 
 

Kirche zu Ahlbeck

Ahlbeck
Ahlbeck, Altar
Ahlbeck, Orgel
Erstmalig wird eine Kirche im Sandbad Ahlbeck um 1450 erwähnt. Sicher ist, dass diese Kirche im 30-jährigen Krieg abgebrannt ist.
1754 wurde das jetzige Kirchgebäude errichtet. Die Fachwerkkirche besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff mit einem schlanken, 31 Meter hohen Barockturm mit offener Laterne. Spätbarocke Elemente finden sich in den Drechselarbeiten des prächtigen Kanzelaltars, der Emporenführung und der angedeuteten Säulenkapitelle.
Der Kanzelaltar wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet - aus dem 18. Jahrhundert stammen auch die Emporen und der Orgelprospekt.
Im Glockenstuhl befinden sich zwei Glocken: Eine Bronzeglocke von 1867, gegossen von der Glockenbaufirma Voss und Sohn (Stettin). Die zweite Glocke wurde im Oktober 1998 in Heilbronn durch die Glockengießerei Bachert gegossen und am 19.12.1998 feierlich geweiht. Ihre Inschrift lautet: "Kommt und lasst uns anbeten."
Bereits 1913 erfolgten umfangreiche Turmsanierungs- arbeiten, verbunden mit dem Einbau einer Kirchturmuhr.
1964/65 konnte der Innenraum renoviert werden. Die sehr schadhafte Innenmalerei wurde komplett übergemalt.
Bei der Turmsanierung 1982 erhielt der Turmhelm eine neue Kupferabdeckung. Infolge des höheren Gewichtes neigte sich der Turm, sodass das Geläut 1995 still gelegt werden musste. Nach Abnahme und Wiederaufsetzung der Turmspitze 1997 war die Turmsanierung endgültig abgeschlossen.
Die Jahre 2000 und 2001 standen ganz im Zeichen der Kirchenschiffsanierung. Das Gefache der Seitenwände wurde entnommen, die Pfosten und Stile neu eingezogen. Nach Ausmauern und Verputzen wurde dann zum Ausgang des Sommers die Fassadenfarbe festgelegt. Ab Februar 2001 war ein Restaurator aus Stralsund in der Kirche tätig. Er gab der Orgel, der Empore und dem Altar die Farbe.
Am 29.04.2001 erfolgte die feierliche Wiedereinweihung der Ahlbecker Fachwerkkirche.
Anfang Februar 2005 begann die Sanierung der historischen und denkmalgeschützten Orgel durch die Firma Sauer (Frankfurt/Oder). Bei der Orgel, die 1832 erbaut wurde, handelt es sich um die einzige noch weitgehend im Originalzustand erhaltene Orgel des bekannten Orgelbauer August Wilhelm Grüneberg aus Stettin. Sie ist somit das einzige Instrument dieses noch in der Tradition der Wagner-Schule arbeitenden Meisters im Bereich der Pommerschen Evangelischen Kirche, das nahezu unverändert die Intonationen und Klangvorstellungen Grünebergs zeigt.
 
Eine Ausstellung im Kircheninneren dokumentiert die Baugeschichte des Gebäudes und seiner Ausstattung.
 
Von Mai bis August ist die Kirche von 10.00 bis 17.00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Auf Nachfrage bieten wir Führungen an.
 
Informationen und Bilder finden Sie auch unter www.sandbad-ahlbeck.de unter dem link 'Kirche'.
 
 

Kirche zu Hintersee

Hintersee
Der Bau der St. Johanneskirche in Hintersee begann mit einem Kuriosum: An der Stelle, an der sie errichtet werden sollte, stand eine alte Fachwerkscheune. Um mit dem Bau der Kirche beginnen zu können, wurde die Scheune mit Rollen versehen und auf die andere Straßenseite gebracht. Dort ist sie noch heute zu sehen.
Fertiggestellt wurde die St. Johannes Kirche im Jahre 1899. Der neogotische Bau wird von einem schlanken Turm überragt. Insgesamt ist die Johanneskirche das das Dorfbild Hintersees prägendste Gebäude.
Im Inneren fällt die bunte Bemalung mit Bändern und Ornamenten auf, die 1985 restauriert wurden. Die Kirche hat ein hölzernes Tonnengewölbe, der Chorraum ist besonders mit Sternenhimmel und bunten Glasfenstern gestaltet.
Der Taufstein stammt aus der Erbauungszeit 1899.
Die Orgel ist ein Werk der Stettiner Orgelbaufirma Grüneberg, hergestellt Anfang des 19. Jahrhunderts.
Im Glockenstuhl befinden sich zwei Glocken, eine aus dem Jahr 1899 von der Firma Voss (Stettin), die andere, eine Stahlgussglocke, die von der alten Kolonie Zopfenbeck (friederizianische Ansiedlung ab 1743) stammen soll. Sie ist nicht exakt zu datieren, jedoch deutlich älter als die Kirche.
Zum 100. Geburtstag der Kirche wurde die kleine Winterkirche unterhalb der Orgelempore neu ausgemalt. Dringend notwendig sind heute Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudesubstanz.
 
Informationen und eine Innenaufnahme finden Sie unter www.hintersee-online.de unter dem link 'Kirche'.
 

Kirche zu Eggesin

Eggesin Fachwerkkirche
Eggesin, M. Luther-Kirche
Eggesin, M. Luther-Kirche
Gegenüber der Fachwerkkirche, unmittelbar an der Straße, liegt die neogotische Kirche. Sie ist mit ihrem hohen Turm weithin sichtbar und prägt die Silhouette des Ortes. Der Architekt Schmidt aus Löcknitz hat das Projekt gezeichnet und den Bau geleitet. Die Kosten betrugen 1914: 280.000 Mark.
Drei Jahre nach der Fertigstellung, 1914, begann der 1. Weltkrieg. Am 29.06.1917 erging eine Anordnung betreffs Eigentumsübertragung der Bronzeglocken auf den Reichsmilitärfiskus. Die beiden kleineren Bronzeglocken mit 401kg und 696 kg (80 % Kupfer und 20 % englischer Banca-Zinn) musste nach Ueckermünde abgeliefert werden. Die größte Glocke konnte die Gemeinde behalten. Die Firma Voß (Stettin), die die Glocken mit dem Metall französischer Geschütze am 09.02.1911 gegossen hatte (1911 bei der "Ostdeutschen Ausstellung" in Posen ausgestellt), besorgte 1917 den Ausbau. Der Anschaffungspreis für die drei Glocken betrug 6.300,- Mark. Die Militärbehörde zahlte 1917 für das Metall der beiden Glocken 4340.- Mark. 1917 musste das Dachkupfer des Kirchturmes für Kriegszwecke abgeliefert werden. 246,72 m2 und auch die Blitzschutzanlage aus Kupfer sollten in Munition verwandelt werden. Für das Kupfer erhielt die Kirchengemeinde 5.542,93 M von der Militärbehörde.
Die 2. Glockengeneration dieser Kirche kommt von der Firma Hentrich und Czudnochowsky (in einem Schreiben entschuldigt sich der Firmenvertreter für den polnischen Namen des Teilhabers, der außerdem "längst nicht mehr in der Firma" sei) mit zwei Bronzeglocken - cis 1872 kg und gis 544 kg; zum Preis von 6.600 M. Sie ergänzten das Geläut, so dass 1930 wieder drei Glocken in Turm hingen. Am 30. und 31.05.1930 erfolgte der Aufzug und am 1.6.1930 das erste Läuten.
10 Jahre später verlangte die Militärbehörde (Befehl vom 26.04.40) die Ablieferung des Glockenmetalls. 1941 holte man die Glocken herunter. Auch diesmal blieb eine Glocke im Turm zurück.
Die 3. Glockengeneration dieser Kirche hatte die Glockengießerei Apolda geliefert: drei Stahlglocken f'' 1.205 kg; e' 680 kg; c' 354 kg zum Preis von 7.938 M. Die Glockenweihe war am 07.06.1965.
Der aus der Alten-Kirche umgesetzte Altar mit Kanzel wurde 1948 demontiert (eine viel kritisierte Tat), um den Chorraum lichter zu gestalten. Die Reste des Kanzel-Altars stehen heute noch im Kirchturm.
1929 (mündlich überliefert) brannte bei einem Schwelbrand, der durch die Heizung verursacht wurde, der große Teppich und die "Schranke" ab.
Die Orgel stammt von der bekannten Firma Grüneberg aus Stettin. Im April 1911 war die zweimanualige Orgel fertiggestellt (Kosten: 7,500 M) und wurde 1929 mit einem elektrischen Windgebläse ausgestattet. 1959 erfolgte die Instandsetzung und klangliche Neugestaltung durch dieselbe Firma Grüneberg. Dabei wurde offensichtlich auch der Prospekt verändert.
1994 wurde die Bleiverglasung durch die Glaserei Dietmar Schramm erneuert. Am 27.06.1999 wurde das vormals "Neue Kirche" genannte Gotteshaus umbenannt und heißt nun "Martin-Luther-Kirche".
 
Nach Schließung des Pfarramtes in Eggesin werden die meisten Gottesdienste in der Fachwerkkirche gefeiert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Damit wir auch weiterhin unsere Gebäude erhalten und die notwendigen Wartungen an der Orgel ausgeführt werden können, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet. Ein „Danke“ für Ihre Unterstützung!
 
Spendenkonto:
Kt.-Nr.: 3240002310
BLZ: 15050400 (Sparkasse Uecker-Randow)
Kontoinhaber: Kirchengemeinde Ahlbeck
 
Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Gebäudeerhalt“ an. Sollten Sie eine Spendenquittung benötigen, wenden Sie sich bitte ans Pfarramt.