Pfarrsprengel Ahlbeck (Sandbad)

Zum Pfarrsprengel gehören die Kirchdörfer Ahlbeck, Hintersee, Eggesin, Luckow, Altwarp und Rieth sowie die Ortschaften Hoppenwalde, Vogelsang-Warsin, Gegensee und Ludwigshof.
Im Mai 2011 wurden die beiden Pfarrbereiche Ahlbeck und Luckow zu einer Pfarrstelle zusammen geschlossen; die Gemeindekirchenräte bilden zunächst einen Gemeindeverband.
 
Pfarramt Ahlbeck, Hintersee und Eggesin
Pfarrer Kai Becker
Dorfstr. 8
17375 Ahlbeck
Tel. 039775-20213
Fax. 039775-26730
eMail: ahlbeck(at)kirchenkreis-pasewalk.de
 
Landkarte
 
Wir feiern unsere Gottesdienste 14-tägig.
Die genauen Termine entnehmen Sie bitte den Aushängen oder rufen Sie im Pfarramt an.
Herzliche Einladung zu allen Veranstaltungen.
 
 
 

Kirche zu Ahlbeck

Ahlbeck
Ahlbeck, Altar
Erstmalig wird eine Kirche im Sandbad Ahlbeck um 1450 erwähnt. Sicher ist, dass diese Kirche im 30-jährigen Krieg abgebrannt ist.
1754 wurde das jetzige Kirchgebäude errichtet. Die Fachwerkkirche besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff mit einem schlanken, 31 Meter hohen Barockturm mit offener Laterne. Spätbarocke Elemente finden sich in den Drechselarbeiten des prächtigen Kanzelaltars, der Emporenführung und der angedeuteten Säulenkapitelle.
Der Kanzelaltar wurde Ende des 18. Jahrhunderts errichtet - aus dem 18. Jahrhundert stammen auch die Emporen und der Orgelprospekt.
 
Glocke 1867 Engelskrone
Glocke 1867 Gitterwerk
Glocke 1867
Im Glockenstuhl befinden sich zwei Glocken: Eine Bronzeglocke von 1867, gegossen von der Glockenbaufirma Carl Voss (Stettin). Die zweite Glocke wurde im Oktober 1998 in Heilbronn durch die Glockengießerei Bachert gegossen und am 19.12.1998 feierlich geweiht. Ihre Inschrift lautet: "Kommt und lasst uns anbeten."
 
Bereits 1913 erfolgten umfangreiche Turmsanierungs- arbeiten, verbunden mit dem Einbau einer Kirchturmuhr.
1964/65 konnte der Innenraum renoviert werden. Die sehr schadhafte Innenmalerei wurde komplett übergemalt.
Bei der Turmsanierung 1982 erhielt der Turmhelm eine neue Kupferabdeckung. Infolge des höheren Gewichtes neigte sich der Turm, sodass das Geläut 1995 still gelegt werden musste. Nach Abnahme und Wiederaufsetzung der Turmspitze 1997 war die Turmsanierung endgültig abgeschlossen.
Die Jahre 2000 und 2001 standen ganz im Zeichen der Kirchenschiffsanierung. Das Gefache der Seitenwände wurde entnommen, die Pfosten und Stile neu eingezogen. Nach Ausmauern und Verputzen wurde dann zum Ausgang des Sommers die Fassadenfarbe festgelegt. Ab Februar 2001 war ein Restaurator aus Stralsund in der Kirche tätig. Er gab der Orgel, der Empore und dem Altar die Farbe.
Am 29.04.2001 erfolgte die feierliche Wiedereinweihung der Ahlbecker Fachwerkkirche.
 
Orgel
Anfang Februar 2005 begann die Sanierung der historischen und denkmalgeschützten Orgel durch die Firma Sauer (Frankfurt/Oder). Bei der Orgel, die 1832 erbaut wurde, handelt es sich um die einzige noch weitgehend im Originalzustand erhaltene Orgel des bekannten Orgelbauers August Wilhelm Grüneberg aus Stettin. Sie ist somit das einzige Instrument dieses noch in der Tradition der Wagner-Schule arbeitenden Meisters im Bereich der Pommerschen Evangelischen Kirche, das nahezu unverändert die Intonationen und Klangvorstellungen Grünebergs zeigt.
Disposition:
Prinzipal 8'          Nasard 2⅔
Gedakt 8'            Superoctave 2'
Salicional 8'         Pedal:
Octave 4'             Subbass 16'
Flöte 4'                Violon 8'
 
 
Eine Ausstellung im Kircheninneren dokumentiert die Baugeschichte des Gebäudes und seiner Ausstattung.
 
Von Mai bis August ist die Kirche von 10.00 bis 17.00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Auf Nachfrage bieten wir Führungen an.
 
Informationen und Bilder finden Sie auch unter www.sandbad-ahlbeck.de unter dem link 'Kirche'.
 
 
 
 

St. Johannes Kirche zu Hintersee

Hintersee
Der Bau der St. Johanneskirche in Hintersee begann mit einem Kuriosum: An der Stelle, an der sie errichtet werden sollte, stand eine alte Fachwerkscheune. Um mit dem Bau der Kirche beginnen zu können, wurde die Scheune mit Rollen versehen und auf die andere Straßenseite gebracht. Dort ist sie noch heute zu sehen.
Fertiggestellt wurde die St. Johannes Kirche im Jahre 1899. Der neogotische Bau wird von einem schlanken Turm überragt. Insgesamt ist die Johanneskirche das das Dorfbild Hintersees prägendste Gebäude.
Im Inneren fällt die bunte Bemalung mit Bändern und Ornamenten auf, die 1985 restauriert wurden. Die Kirche hat ein hölzernes Tonnengewölbe, der Chorraum ist besonders mit Sternenhimmel und bunten Glasfenstern gestaltet.
Der Taufstein stammt aus der Erbauungszeit 1899.
Die Orgel ist ein Werk der Stettiner Orgelbaufirma Grüneberg, hergestellt Anfang des 19. Jahrhunderts.
Im Glockenstuhl befinden sich zwei Glocken, eine aus dem Jahr 1899 gegossen von Emil Voss (Stettin); die andere, eine Stahlgussglocke, die von der alten Kolonie Zopfenbeck (friederizianische Ansiedlung ab 1743) stammen soll. Sie ist nicht exakt zu datieren, jedoch deutlich älter als die Kirche.
Zum 100. Geburtstag der Kirche wurde die kleine Winterkirche unterhalb der Orgelempore neu ausgemalt. Dringend notwendig sind heute Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudesubstanz.
 
Informationen und eine Innenaufnahme finden Sie unter www.hintersee-online.de unter dem link 'Kirche'.
 
 
 

Kirche zu Rieth

Rieth
Rieth
Der kleine, auf einer Anhöhe stehende Putzbau mit dreiseitigem Ostschluss und westlichem Dachturm aus Fachwerk mit geschweifter Haube und Laterne stammt aus dem Jahre 1731.
Der Altaraufsatz aus dem Jahre 1777 hat einen Säulenauf- bau mit der Reliefdarstellung der Schlüsselübergabe im Mittelfeld und des Sündenfalls im reichen Gebälkaufsatz mit seitlichen Engelsfiguren.
Altargehege
 
Das geschnitzte, mit Blumen- und Blattornamenten versehene Altargehege und die Kanzel sind im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts entstanden.
 
 
Am geschwungenen Kanzelkorb sind ein Auferstehungsrelief und Engelsköpfe zu sehen.
Das Votivschiff wurde 1910 gestiftet.
 
Glocke 1835
Jahreszahl
Die älteste erhaltene Kirchenglocke des Glockengießers Carl Voss befindet sich im Turm der Kirche Rieth. Sie wurde 1835 gegossen, wiegt 119 kg und hat einen Durchmesser von 59 cm.
Die Krone besteht aus sechs Vierkanthenkeln und einem sich nach oben verjüngenden Mittelzapfen. Am Hals befindet sich ein Eichenlaub-Blattrankenfries mit eingelagerten Eicheln.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Damit wir auch weiterhin unsere Gebäude erhalten und die notwendigen Wartungen an der Orgel ausgeführt werden können, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet. Ein „Danke“ für Ihre Unterstützung!
 
Spendenkonto:
Kt.-Nr.: 3240002310
BLZ: 15050400 (Sparkasse Uecker-Randow)
Kontoinhaber: Kirchengemeinde Ahlbeck
 
Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Gebäudeerhalt“ an. Sollten Sie eine Spendenquittung benötigen, wenden Sie sich bitte ans Pfarramt.
 
 
 
 
 
 

Kirchen zu Eggesin

Eggesin Fachwerkkirche
Eggesin, M. Luther-Kirche
Eggesin, M. Luther-Kirche
Gegenüber der Fachwerkkirche, unmittelbar an der Straße, liegt die neogotische Kirche, die 1911 erbaut wurde. Sie ist mit ihrem hohen Turm weithin sichtbar und prägt die Silhouette des Ortes. Der Architekt Schmidt aus Löcknitz hat das Projekt gezeichnet und den Bau geleitet. Die Kosten betrugen: 280.000 Mark.
Infolge des 1. Weltkrieges (1914-18) erging am 29.06.1917 eine Anordnung betreffs Eigentumsübertragung der Bronzeglocken auf den Reichsmilitärfiskus. Die beiden kleineren Bronzeglocken mit 401 kg und 696 kg (80 % Kupfer und 20 % englischer Banca-Zinn) mussten nach Ueckermünde abgeliefert werden. Die größte Glocke konnte die Gemeinde behalten. Die Firma Ernst Voss (Stettin), die die Glocken mit dem Metall französischer Geschütze am 09.02.1911 gegossen hatte (1911 bei der "Ostdeutschen Ausstellung" in Posen ausgestellt), besorgte 1917 den Ausbau. Der Anschaffungspreis für die drei Glocken betrug 6.300,- Mark. Die Militärbehörde zahlte 1917 für das Metall der beiden Glocken 4340.- Mark. 1917 musste das Dachkupfer des Kirchturmes für Kriegszwecke abgeliefert werden. 246,72 m2 und auch die Blitzschutzanlage aus Kupfer sollten in Munition verwandelt werden. Für das Kupfer erhielt die Kirchengemeinde 5.542,93 M von der Militärbehörde.
Die 2. Glockengeneration dieser Kirche kommt von der Firma Hentrich und Czudnochowsky mit zwei Bronzeglocken - cis 1872 kg und gis 544 kg; zum Preis von 6.600 M. Sie ergänzten das Geläut, so dass 1930 wieder drei Glocken im Turm hingen. Am 30. und 31.05.1930 erfolgte der Aufzug und am 1.6.1930 das erste Läuten.
10 Jahre später verlangte die Militärbehörde (Befehl vom 26.04.40) die Ablieferung des Glockenmetalls. 1941 holte man die Glocken herunter. Auch diesmal blieb eine Glocke im Turm zurück.
Die 3. Glockengeneration dieser Kirche hatte die Glockengießerei Apolda geliefert: drei Stahlglocken f'' 1.205 kg; e' 680 kg; c' 354 kg zum Preis von 7.938 M. Die Glockenweihe war am 07.06.1965.
Aus früheren Zeiten ist noch eine Glocke von 1816+ (Gießer: Gebrüder Schwenn) bekannt.
Der aus der Alten-Kirche umgesetzte Altar mit Kanzel wurde 1948 demontiert (eine viel kritisierte Tat), um den Chorraum lichter zu gestalten. Die Reste des Kanzel-Altars stehen heute noch im Kirchturm.
1929 (mündlich überliefert) brannte bei einem Schwelbrand, der durch die Heizung verursacht wurde, der große Teppich und die "Schranke" ab.
Die Orgel stammt von der bekannten Firma Grüneberg aus Stettin. Im April 1911 war die zweimanualige Orgel fertiggestellt (Kosten: 7,500 M) und wurde 1929 mit einem elektrischen Windgebläse ausgestattet. 1959 erfolgte die Instandsetzung und klangliche Neugestaltung durch dieselbe Firma Grüneberg. Dabei wurde offensichtlich auch der Prospekt verändert.
1994 wurde die Bleiverglasung durch die Glaserei Dietmar Schramm erneuert. Am 27.06.1999 wurde das vormals "Neue Kirche" genannte Gotteshaus umbenannt und heißt nun "Martin-Luther-Kirche".
 
Nach Schließung des Pfarramtes in Eggesin werden die meisten Gottesdienste in der Fachwerkkirche gefeiert.
 
 
 

Kirche zu Luckow

Luckow, Fachwerkkirche
Luckow
Glocke 1914
Der Fachwerkbau mit polygonalem Ostschluss und westlichem Dachturm stammt aus dem Jahre 1725.
Im Süden und Norden dienen Vorhallen als Zugänge zu den Emporen an drei Seiten des geräumigen Saales.
Im Innern befindet ein Kanzelaltar, von dem die Kanzel wohl ursprünglich freistehend war. Er ist umgeben von einem kreisförmigen Altargehege mit Balustern.
Das im Kirchenschiff hängende Votivschiff ist um 1730 gestiftet worden.
 
Die Glocke wurde 1914 von dem Glockengießer Ernst Voss aus Stettin angefertigt.
 
 
 
 
 
 

Kirche zu Altwarp

Altwarp Kirche (ohne Turm)
Altwarp freistehender Glockenstuhl
Orgel
Der rechteckige Putzbau ohne Turm steht auf einer Anhöhe am Haff.
Der geräumige Saal mit Emporen wurde in den Jahren 1747-1752 erbaut. Der Vorgängerbau wurde 1742 infolge eines Blitzeinschlages vernichtet. Nachdem der Glockenturm in den Folgejahren mehrfach ausgebessert werden musste (1764, 1769, 1775) und dennoch baufällig wurde, ließ die Gemeinde 1824 lediglich einen Glocklenstuhl neben der Kirche anfertigen. Der wiederum baufällige Glockenstuhl wurde 1894 durch den heutigen massiven, freistehenden Glockenturm ersetzt.
1921 konnten zwei neue Glocken von der Glockengießerei Erich Voss, Stettin, geweiht werden. Von Vorgängerglocken ist ein Guss aus dem Jahre 1664 (Gießer: Lorentz Kökeritz II) bekannt; ebenso ist die Rede von zwei Glocken aus dem Jahre 1882 (evtl. von Ernst Voss gegossen?, aber nicht belegt).
Der westliche Anbau mit Treppengiebel entstand wohl erst nach 1938.
 
Altartriptychon
Der aus dem Jahre 1617 stammende Altaraufsatz hat einen dreiteiligen Aufbau mit Renaissanceornamenten. Im Mittelschrein befindet sich eine geschnitzte Kreuzigungs- gruppe vor gemalter Landschaftsdarstellung. Auf den Flügeln sind Gemälde (Verkündigung, Auferstehung) zu sehen. Die Malerarbeiten wurden 1617 von dem Stettiner Maler Heinrich Kothe ausgeführt.
 
Der schwebende Taufengel stammt aus dem 18. Jahrhundert.
 
Inschriftentafel
Die Totenkranzkonsole hat folgende Inschrift:
"1757 starb ein junges Mädchen an hitzigem Fleckenfieber. Ihrem Gedächtnis der Tugendsamen Jungfer Anna Maria Fraudin nach ist geboren den 18. Oktober 1737. Ihr Vater war Herr Joachim Fraude, Schiffer allhier die Mutter aber Frau Anna Maria geborene Conradin starb in der Blüte ihrer Jugend den 31. August 1757 im Alter von 19 Jahren, 11 Monaten und 13 Tagen."
Im 18. und 19. Jahrhundert war es Brauch, ledig Gebliebene auf dem Totenbett mit einer Myrtenkrone zu schmücken, die nach der Beisetzung auf einer Konsole über einer Inschriftentafel in der Heimatkirche aufbewahrt wurde.
 
Votivschiff 1954
In den Hafenstädten finden sich oft die unterschiedlichsten Schiffsmodelle, sog. Votivschiffe (lat.: "Weihgabe"). Sie sind ein Geschenk als Dank für den Schutz auf See und wurden von Seefahreren hergestellt. Dieses Schiff wurde 1954 hergestellt, das vorherige stammte aus dem Jahre 1842.