Weltkindertag
Doch ihre Augen leuchten, als sie von ihren guten Kindern erzählt, die für sie da sind. „Und bald wird doch wieder ein Urenkel geboren!“ Welche Freude wäre es, wenn sie das noch erleben dürfte.
Ja, welche Freude ist es, wenn ein Kind erwartet und so ersehnt wird.
„Kinder sind eine Gabe Gottes“, heißt es in einem alten Psalm (Ps.127,3). Wo Kinder sind, ist Leben und Zukunft. Gerade heute hörte ich, wie ein Politiker sagte, dass eines der größten Zukunftsprobleme der Deutschen die geringen Geburtenzahlen sind. Und zu dem Thema fällt mir der oft ehrlich gemeinte Satz ein: „Kinder können wir uns in dieser schlechten Zeit nicht leisten!“
Da frage ich mich, wann kann man sich Kinder „leisten“? Waren die Zeiten dafür früher besser?
Ein Glück, dass die alte Dame als junge Frau nicht so gedacht hat, als wirklich noch das Lebensnotwendigste knapp war. Denn dann würden sich jetzt nicht vier Generationen über ein neues Familienmitglied freuen.
Heute (20.09.08) ist Weltkindertag. Er erinnert daran, die Kinder dieser Welt nicht zu vergessen und gering zu achten.
Was brauchen Kinder in den armen Ländern? Was brauchen Kinder in den reichen Industrieländern?
Sie alle brauchen verantwortliche Erwachsene, die ein Herz für Kinder haben und die bereit sind, sich auch mit ihren Finanzen für die Kinder auf der ganzen Welt einzusetzen. Sie brauchen Erwachsene, die Entscheidungen für das Leben in allen Bereichen und damit für Kinder und Enkelkinder treffen.
Wenn Kinder eine Gabe Gottes sind, dann wird auch Gott für sie Sorge tragen und uns nicht mit unseren Sorgen allein lassen. Kinder sind ein einzigartiges Geschenk und ein Segen für unsere Welt.
Pfarrerin Ulrike Bohl


