Veränderung tut gut

„Den Wechsel wählen“ – „Veränderung“ – „We can change“ – so lauteten die Schlagwörter, die uns aus Amerika von dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama erreichten. Er bzw. seine Berater haben die Zeichen der Zeit erkannt und sie den Menschen erfolgreich vermittelt.
 
Veränderungen müssen sein. Vieles in unserer Welt kann nicht so weitergehen wie bisher. Was genau und wie es mit Barack Obama anders wird, ist noch recht ungewiss. Doch die Klimafrage, die krisengeschüttelte Wirtschaft und vor allem die von Hunger und Krieg bedrohten Menschen warten auf Antwort.
 
„Veränderung“ – „Neuanfang“ – „Wechsel“ – das ist auch eine gute Übersetzung für den Inhalt des heutigen Buß- und Bettages. Schwieriges erkennen und neue Wege für unser Leben finden, das ist die Herausforderung an diesem Tag.
 
Es fällt uns oft schwer, so gut zu handeln, wie es unserer Überzeugung nach angemessen wäre. Oft stehen wir uns selbst mit unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen im Weg oder wir können nur das kleinere Übel wählen. Darin gleichen sich persönliche Lebensentscheidungen und Abläufe in unserer Gesellschaft.
 
In der Bibel findet sich der kluge Satz „Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben.“ (Sprüche Sal. 14,34) Diese Wahrheit wird leider nur zu selten deutlich erfahrbar. Meist scheint der Ungerechte zu gewinnen. Doch langfristig lohnt es sich wahrheitsgemäß zu reden und andere Menschen anständig zu behandeln oder die Natur zu schonen. Auch wenn wir dafür manche lieb gewonnene Bequemlichkeit aufgeben müssen.
 
Die Veränderung fängt bei uns selbst an. Aber wir müssen es nicht allein schaffen. Am Buß- und Bettag ist Gelegenheit zu benennen, wo es bei mir selbst ungerecht zugeht und dies vor Gott zur Sprache zu bringen. Er wird den neuen Weg, die Veränderung und den Wechsel zu mehr Gerechtigkeit begleiten und unterstützen.
 
Susanne Leder
Pfarrerin z. A. in Ueckermünde