Zeichen der Hoffnung - Ewigkeitssonntag
Wir erinnern uns an lieb gewesene Angehörige, an Menschen, die uns nahe standen. Wir erinnern uns am Ewigkeitssonntag aber auch an eine Zusage, die Gott denen, die auf ihn vertrauen, mit auf den Lebensweg gibt: Das Leben wird nicht am Grab enden, sondern bei Gott weitergehen.
Diese Hoffnung kommt auch auf vielen Gräbern zum Ausdruck. Neben den Namen der Verstorbenen sowie den Geburts- und Sterbedaten finden sich hin und wieder auf den Grabsteinen Symbole. Manche von ihnen weisen auf das Leben des Verstorbenen hin. Sie erzählen von seiner Liebe zum Wasser oder von ihrem großen Interesse für Pferde. Andere Symbole aber bringen zum Ausdruck, was dem Leben des oder der Verstorbenen Halt gegeben hat und was den Angehörigen Mut und Kraft in der schweren Situation des Abschieds geben kann.
Solche Symbole des Glaubens haben uns vor wenigen Tagen beim Konfirmandentag beschäftigt. Auf dem Friedhof haben die Jugendlichen nach Zeichen der Hoffnung gesucht und sie sind fündig geworden. Zeichnungen von Kreuzen, oft kombiniert mit anderen Symbolen, die auf Kreuzigung und Auferstehung Jesu verweisen, füllten bald die Arbeitsblätter. Ebenso fanden sie Sprüche, die das Vertrauen auf ein Leben über den Tod hinaus betonen: „Hier ruht in Gott“, „Ruhe in Gottes Frieden“ oder auch so manchen Bibelvers.
Viele Menschen bringen ihre Zuversicht auf ein ewiges Leben so in besonderer Weise zum Ausdruck. Sie starben oder leben mit der Zusage Gottes, dass ihre Namen nicht nur auf den Grabsteinen vermerkt sind, sondern auch an einem ganz besonderen Ort: „Freuet euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“, sagt Jesus. (Lukas 10,20). Es gibt Grund zur Hoffnung.
Pfarrer Stephan Leder, Ueckermünde


