Bevor das Jahr zu Ende geht

„Ich wollte mich im alten Jahr noch einmal melden.“ So ein Anruf kann Fragen aufwerfen. Ist es das Finanzamt oder die Krankenkasse? Ist irgendeine Frist zwischen uns aufgelaufen, von der ich nichts weiß? Oder gibt es noch etwas zu klären, weil wieder ein Jahr zu Ende geht? So ein Jahreswechsel kann einen Stichtag anzeigen. Ein neues Gesetz tritt in Kraft.
 
Und was ändert sich für Sie im neuen Jahr? Trägt nicht das neue Jahr längst das Gewand des alten?
Was wäre, wenn es in Ihrem Leben auch so einen Stichtag gäbe? Sie könnten danach nichts mehr klären, zurückholen oder verändern!
Mit wem würden Sie dann unbedingt noch sprechen wollen? Was würden Sie dann noch verändern wollen, abwenden?
 
Jesus hat einmal im Blick auf seine Wiederkunft einen Vergleich angestellt. Im Lukasevangelium Kap. 12, 39 steht:
„Eines solltet ihr wissen: Wenn ein Hausbesitzer wüsste, wann der Einbrecher kommt, würde er nicht zulassen, dass er einbricht.“
 
Jesus als unerwarteter Einbrecher? Ja - eher ein Vergleich, für das, was ich nicht erwartet hatte. Plötzlich geht nichts mehr. Was ist aus meinen Erwartungen und Lebenszielen geworden? Können Sie sich vorstellen, dass Sie einmal nach dem Ertrag Ihres Leben gefragt werden? Das Gelungene macht uns dankbar, vielleicht auch stolz. Unvergebene Schuld, Trennungen, Lieblosigkeit - ein Stichtag, an dem alles ans Licht kommen würde.
Ich wünsche niemandem einen Einbruch. Aber die Bibel berichtet über Menschen, in deren Leben Jesus „eingebrochen“ war. Was er ihnen genommen hatte, war ihre Schuld. Der Ertrag ihres Lebens bekam ein anderes Angesicht. Sie konnten sich wieder im Spiegel ihres Lebens anschauen. Es war noch nicht zu spät.
Bevor dieses Jahr zu Ende geht, könnten Sie Jesus anrufen, sich bei ihm melden. Sagen Sie ihm, was aus Ihrem Leben bis jetzt geworden ist und was daraus werden soll.
 
Ein neues, gutes Jahr - das wünsche ich Ihnen!
 
Ihr Pastor U. Wollenberg