'Morgen wird alles anders.'
Da treffen sich zwei Freunde und wir hören mal hinein in ihr Gespräch: „Treibst du Sport?“ „Klar, Tennis, Fußball, Boxen und Reiten.“ „Und wann machst du das alles?“ – „Morgen fang’ ich damit an.“
Wir sind doch Meister im Aufschieben. Es gibt so viele Ideen, Pläne und gute Absichten. Was wir alles ändern könnten in unserem Leben. Was wir für andere tun könnten. Wie wir doch mit unserem Glauben ernst machen könnten.
Aber es wird immer wieder aufs Neue verschoben. Morgen ist einfach ein besserer Zeitpunkt dafür. Der Anfang eines neuen Jahres, der neue Monat, mein Geburtstag, sowas ist immer gut für einen Neuanfang. Aber weiß ich wirklich, ob ich morgen noch die Chance dafür habe?
Darum für jeden, der an Aufschieberitis leidet, der Tipp: Fang heute damit an, schreib heute den lange fälligen Brief, greif heute zum Telefon, such heute das Gespräch, das lange fällig ist. Denn heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
Übrigens brauchen wir uns damit nicht allein abzuquälen. In der Bibel sagt Gott uns: Bei mir findest du die Hilfe, die du brauchst. Ich gebe dir erfülltes Leben! (vgl. Ps. 91,16) Und bei Gott zählen keine besonderen Tage. Er ist 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag für uns da.
Es ist schwer, gute Vorsätze in die Tat umzusetzen. Es ist manchmal fast unmöglich, sein Leben zu ändern. Aber Gott kann und will uns verändern. Der Mathematiker Blaise Pascal hat einmal gesagt: „Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen.“ Es braucht dazu keine besonderen Voraussetzungen. Ein bisschen Vertrauen und ein kurzes Gebet reichen völlig aus. Er wartet doch auf uns.
Ich wünsche ihnen, dass sie das erfahren.
Andreas Eibich


