Kreissynode des Kirchenkreises Pasewalk tagte am 04.04.09

Präses Thomas Banditt (m) eröffnet die Synode
Am Samstag, dem 04.04.09 trat die Kreissynode des Kirchenkreises Pasewalk um 9 Uhr in der St. Marienkirche zu Pasewalk zusammen, die mit einem Gottesdienst in der Nordkapelle eröffnet wurde.
 
Auf der Tagesordnung stand u. a. die Bildung neuer Wahlbezirke für die Kreissynode sowie ein Vortrag von Doris Wolf, der Bausachverständigen des Kirchenkreises. Außerdem äußerte sich die Synode besorgt über den geplanten Bau eines Kernkraftwerkes bei Gryfino an der Oder.
 
Sup. Andreas Haerter
Auf Vorschlag des Kreiskirchenrates, eingebracht durch Superintendent Andreas Haerter, beschloss die Synode einstimmig die Bildung von 15 veränderten Wahlbezirken, die bis zur Gründung der Nordkirche 2012 Bestand haben sollen. Bei der Festlegung der Bereiche fand sowohl ein ausgewogenes Verhältnis der Gemeindegliederzahlen zu den Synodalen sowie eine entsprechende Vertretung der Regionen Berücksichtigung. Danach kommen auf jeden der 55 zu wählenden Synodalen der Kreissynode 306 Gemeindeglieder. Zu wählen sind (voraussichtlich im Mai/Juni diesen Jahres) durch die Gemeindekirchenräte 15 PfarrerInnen und 40 Gemeindeglieder.
 
 
Bausachverständige Doris Wolf
Anschließend gab die Bausachverständige des Kirchenkreises, Frau Doris Wolf, in einem Lichtbilder- vortrag eindrücklich einen „Überblick über die Bautätigkeit im Kirchenkreis“.
 
 
 
 
 
 
Auf Antrag des Löcknitzer Pfarrers Dr. Ullrich Drans beschloss die Synode mit mehrheitlicher Zustimmung (bei wenigen Gegenstimmen und einigen Enthaltungen) eine Protestnote gegen das von der Polnischen Regierung geplante Atomkraftwerk bei Gryfino.
Die wörtliche Formulierung lautet:
„Die Kreissynode Pasewalk äußert besorgt Protest gegen den geplanten Bau des Kernkraftwerkes in Westpommern, nachdem sich die Region Stettin darum beworben hat.“
 
 
 
 
Die Synode endete gegen 12:30 Uhr.
 
 
 
 
Dr.Alex Mkumbo, lks. Pfr. Jens Warnke
Von dem später eingetroffenen Leiter der Bibelschule in Kiom- boi, Tansania, Herrn Dr. Alex Mkumbo, erging ein Grußwort an die Synodalen. Seine Schule ist bestrebt, die Anerkennung als Universität zu erhalten, um Lehrer ausbilden zu können, so dass in jedem 4. Dorf seines Landes ein Lehrer unterrichten kann.
 
 
Hintergrund des Beschlusses ist, dass laut Medienberichten die polnische Regierung erstmals den Bau von zwei Atomkraftwerken plant. Stettiner Wissenschaftler und inzwischen auch Politiker schlagen unter anderen den Standort Gryfino an der Oder, unmittelbar am Nationalpark Unteres Odertal vor. Bürger der Uckermark und auch darüber hinaus sind stark verunsichert. Ausgangspunkt der Überlegungen der polnischen Regierung zur Nutzung der Atomenergie sind Prognosen, laut denen der polnische Strombedarf bis zum Jahr 2025 um 80 bis 93 Prozent steigen wird. In den strategischen Leitlinien der nationalen Energiepolitik: "Die Energiepolitik Polens bis 2025" des polnischen Ministerrats ist unter anderen auch der Bau eines polnischen Atomkraftwerks bis 2020 als Option enthalten.