Erste Osternachtfeier in Sommersdorf für die Pfarrsprengel Blumberg, Hohenselchow, Penkun und Retzin gefeiert

Osternacht
Und Gott sprach: "Es werde Licht … "
Nach diesen Worten wurde in der Osternacht (Karsamstag um 21 Uhr) in der Kirche in Sommersdorf am siebenarmigen Leuchter die erste Kerze angezündet. Pastor Behrens, derzeit in Brüssow, hatte mit fünf Lektoren einen besondern Gottesdienst zur Auferstehung Christi vorbereitet.
 
In der Kirche war es zunächst völlig dunkel. Zuerst wurde die Schöpfungsgeschichte vorgelesen und für jeden Schöpfungstag eine Kerze entzündet. Nach einem Gebet erklang ein wunderschönes Flötensolo.
Dann folgte ein Dialog von zwei Lektoren über die besondere Nacht mit dem Credo, in dieser Nacht werden wir zur Freiheit, zum Leben berufen.
Zum Lobe Gottes trugen die Lektoren im Wechsel die Geschichte zum Auszug des Volkes Israel aus Ägypten vor. Dies endete mit dem Psalm 103 „Lobe den Herrn meine Seele ….“
Nach einem musikalischen Zwischenspiel wurde die Osterkerze mit dem Gesang: „Christus Licht der Welt“, herein getragen. Ein Lektor verlas den Christushymnus (aus Phil 2, 5-11) und der Chor aus Penkun sang „Da Crucem“.
Dann entzündeten alle Gottesdienstteilnehmer an dem Osterlicht ihre Kerze, die sie am Eingang erhalten hatten. Der Chor sang: „Gott sei stets in mir“, Der Pfarrer betete: „…sei Licht in unserer Mitte ….“
Eine Lektorin las das Osterevangelium (Lk. 24,1-19). Der Pfarrer nahm die Osterkerze vom Altar und hielt sie hoch, der Chor sang: „Christus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“. Die Gemeinde antwortete mit Halleluja, Halleluja. Es ertönte das Glockengeläut.
In seiner Predigt wies Pastor Behrens auf die zentrale Bedeutung der Ostergeschichte für den christlichen Glauben hin. Weihnachten wäre
ohne Ostern nicht möglich, aber die Botschaft von Ostern ist auch ohne Weihnachten die Botschaft unseres Glaubens.
[Das Leiden Christi zu Karfreitag ist die Befreiung von der Vorstellung des zornigen, strafenden Gottes, der Gehorsam verlangt und die Sünder unnachsichtig verfolgt. Er nimmt selbst das Leid auf sich, um uns zu zeigen, dass unsere Schwäche und Unzulänglichkeit von ihm verstanden und verziehen werden. Mit der Auferstehung seines Sohnes ist der Tod überwunden, hat das Licht über die Dunkelheit gesiegt. - Anmerkung des Autors]
Pastor Behrens berichtete, das Lied „Oh du fröhliche ….“ war in seiner ursprünglichen Fassung ein Osterlied und das entspricht auch dem Evangelium, also der frohen Botschaft. Nach weiterem Gesang und Orgelspiel verteilte er das Abendmahl.
Zum Schluss sang die Gemeinde voller Freude: „Oh du fröhliche, oh du selige Gnaden bringende Osterzeit ….“
Beeindruckt von der Feier und gestärkt im Glauben an den Heiland gingen wir, die wir teilgenommen haben, in die Ostertage.
 
Reinhard v. Hirschheydt