Glockenweihe in Storkow am 19. Juli 2009
Storkow (EE). Augenblicke der Stille. Gespannt warten die Gemeindeglieder und Gäste auf die ersten Töne ihrer neuen Glocken. Dann endlich erklingt die kleine, gleich darauf die große Glocke und schließlich alle drei gemeinsam.
Für die Storkower Kirchgemeinde geht ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Nach 67 Jahren ruft ein Glockentrio wieder zum Kirchgang, zu freudigen Ereignissen, zu kirchlichen Feiertagen, aber auch zum Abschied.
In einem festlichen Gottesdienst wurden am Sonntag, dem 19. Juli die beiden „Neuen“ in Dienst gestellt. „Die kleine Glocke ist etwas ganz Besonderes", berichtet der Glockenwart der evangelischen Kirche, Pfarrer Huse aus Greifswald: „Ihr Ton hat einen Silberglanz. Es ist immer schwierig, für eine alte Glocke passende Partner zu finden, aber hier ist es wunderbar gelungen. Die Töne sind harmonisch aufeinander abgestimmt.“, so der Glockenwart, der das Projekt begleitet hat. Er überbrachte gleichzeitig die Segenswünsche des Konsistoriums in Greifswald.
„Die Glocken zeugen davon, dass noch Gemeinde erhalten ist. Sie haben die Aufgabe, auf Gott und Jesus Christus hinzuweisen, sie gehören einfach zum Dorf. In früheren Zeiten wurde sogar beim Läuten der Glocken die Arbeit unterbrochen“, wusste Pfarrer Andreas Behrens aus Brüssow in seiner Festpredigt zu berichten. „Schön wäre es, wenn die Glocken nicht nur wahrgenommen werden, sondern auch der Sinn wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt würde“, wünschte er sich.
Als Festtagsgäste konnte Bernhard Riedel, Pfarrer der Gemeinde und der auch durch den Gottesdienst führte, nicht nur den Bürgermeister Penkuns, Bernd Netzel, sondern auch Pfarrer i.R. Karl-Heinz Sadewasser, die Familie von Schuckmann aus Berlin und ökumenische Gäste aus Stettin begrüßen.
Probst Jan Kazieczko, Hauptpfarrer der Jakobi-Kirche, überbrachte gemeinsam mit Pfarrer Artur die Grüße aus der Nachbarstadt. Vor dem dortigen Gotteshaus steht eine gleiche, nur vier Jahre ältere Schwester der in Storkow Dienst tuenden Glocke.
Die Storkower stammt aus dem Jahre 1686 und wurde vom Glockengießer Lorentz Kökeritz aus Stettin gegossen. "Auch nach 323 Jahren klingt sie wie am ersten Tag“, weiß Pfarrer Behrens zu berichten.
Gegossen wurde die neue kleine Glocke von der Firma Rincker in Sinn (Hessen) und die große in Lauchhammer. 27.000 Euro kosteten die Glocken mitsamt des Glockenstuhls und der Läutetechnik. Ein Betrag, der durch viele Spenden zusammengetragen wurde. Herzliche Dankesworte richtete Pfarrer Riedel an alle kleinen und großen Geber, zu denen vor allem die Ostdeutschen Sparkassenstiftungen Berlin und Pasewalk gehörten. Dankesworte ergingen aber auch an alle fleißigen Helfer hinter den Kulissen und an den örtlichen Posaunenchor, der von Kantor Stier aus Prenzlau geleitet wurde und den Gottesdienst festlich umrahmte.
Seinen Abschluss fand der Festgottesdienst, der im zweiten Teil vor dem Gotteshaus statt fand, mit vielen Grußworten, interessanten Gesprächen und einer schönen, gemeinsamen Kaffeetafel.
Text und Fotos: Elke Ernst, Pasewalk
Für die Storkower Kirchgemeinde geht ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Nach 67 Jahren ruft ein Glockentrio wieder zum Kirchgang, zu freudigen Ereignissen, zu kirchlichen Feiertagen, aber auch zum Abschied.
In einem festlichen Gottesdienst wurden am Sonntag, dem 19. Juli die beiden „Neuen“ in Dienst gestellt. „Die kleine Glocke ist etwas ganz Besonderes", berichtet der Glockenwart der evangelischen Kirche, Pfarrer Huse aus Greifswald: „Ihr Ton hat einen Silberglanz. Es ist immer schwierig, für eine alte Glocke passende Partner zu finden, aber hier ist es wunderbar gelungen. Die Töne sind harmonisch aufeinander abgestimmt.“, so der Glockenwart, der das Projekt begleitet hat. Er überbrachte gleichzeitig die Segenswünsche des Konsistoriums in Greifswald.
„Die Glocken zeugen davon, dass noch Gemeinde erhalten ist. Sie haben die Aufgabe, auf Gott und Jesus Christus hinzuweisen, sie gehören einfach zum Dorf. In früheren Zeiten wurde sogar beim Läuten der Glocken die Arbeit unterbrochen“, wusste Pfarrer Andreas Behrens aus Brüssow in seiner Festpredigt zu berichten. „Schön wäre es, wenn die Glocken nicht nur wahrgenommen werden, sondern auch der Sinn wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt würde“, wünschte er sich.
Als Festtagsgäste konnte Bernhard Riedel, Pfarrer der Gemeinde und der auch durch den Gottesdienst führte, nicht nur den Bürgermeister Penkuns, Bernd Netzel, sondern auch Pfarrer i.R. Karl-Heinz Sadewasser, die Familie von Schuckmann aus Berlin und ökumenische Gäste aus Stettin begrüßen.
Probst Jan Kazieczko, Hauptpfarrer der Jakobi-Kirche, überbrachte gemeinsam mit Pfarrer Artur die Grüße aus der Nachbarstadt. Vor dem dortigen Gotteshaus steht eine gleiche, nur vier Jahre ältere Schwester der in Storkow Dienst tuenden Glocke.
Die Storkower stammt aus dem Jahre 1686 und wurde vom Glockengießer Lorentz Kökeritz aus Stettin gegossen. "Auch nach 323 Jahren klingt sie wie am ersten Tag“, weiß Pfarrer Behrens zu berichten.
Gegossen wurde die neue kleine Glocke von der Firma Rincker in Sinn (Hessen) und die große in Lauchhammer. 27.000 Euro kosteten die Glocken mitsamt des Glockenstuhls und der Läutetechnik. Ein Betrag, der durch viele Spenden zusammengetragen wurde. Herzliche Dankesworte richtete Pfarrer Riedel an alle kleinen und großen Geber, zu denen vor allem die Ostdeutschen Sparkassenstiftungen Berlin und Pasewalk gehörten. Dankesworte ergingen aber auch an alle fleißigen Helfer hinter den Kulissen und an den örtlichen Posaunenchor, der von Kantor Stier aus Prenzlau geleitet wurde und den Gottesdienst festlich umrahmte.
Seinen Abschluss fand der Festgottesdienst, der im zweiten Teil vor dem Gotteshaus statt fand, mit vielen Grußworten, interessanten Gesprächen und einer schönen, gemeinsamen Kaffeetafel.
Text und Fotos: Elke Ernst, Pasewalk






