Erntedankfestgottesdienst am 04.10.09 zum 750-jährigen Jubiläum der St. Johannes-Kirche zu Hohenselchow und des 50-jährigen Bestehens des Singkreises
Ihren Namen trägt die Kirche nach Johannes dem Täufer. Das Alter der Kirche lässt sich nicht genau nachweisen. Aber es ist wahrscheinlich, dass bald nach der Zeit, als Bischof Otto von Bamberg im Jahre 1124 in der Stadt Gartz/Oder war und dort eine christliche Gemeinde stiftete, das Christentum auch in Hohenselchow Eingang fand, und späterhin eine Kirche erbaut wurde. Die älteste Urkunde über die Kirche ist datiert aus dem Jahre 1259. Der Pommernherzog Barnim I. erwähnt in dieser Urkunde den Pfarrer Roleco an der Kirche zu Hohenselchow.
Eine Besonderheit der Kirche ist die Turmhalle durch ihre Überwölbung aus unbehauenen Findlingen. Aus Anlass der 700-Jahrfeier der Kirche 1959 wurde die Turmhalle als Gedenkhalle für die Gefallenen der Weltkriege gestaltet.
Die beiden Glocken sind aus den Jahren: 1671 - große Glocke - gegossen von Georg Köckeritz, Stettin. Die Glocke konnte 1945 auf dem Glockenfriedhof in Hamburg wieder aufgefunden werden. 1734 - kleine Glocke - gegossen von Johann Heinrich Scheel, Stettin.
1752 bekam die Kirche für den Preis von 220 Thalern eine Orgel, an deren Stelle im Jahre 1868 eine neue, von dem berühmten Orgelbaumeister Grüneberg in Stettin für den Preis von 1000 Thalern als 108. erbaute und am 8. November 1868 eingeweihte Orgel, getreten ist. Bei der Aufstellung der Orgel haben sämtliche Chöre und Bänke in der Kirche einen eichenfarbenen Ölanstrich erhalten.
1945 wurden Altar, Kanzel, Orgel, Messingkrone und Gestühl vernichtet. Auch die Spitze des Turmes war stark beschädigt und konnte nicht mehr gerettet werden. Bis zum Jahre 1959 wurde die Kirche unter den damaligen sehr schweren Gegebenheiten wieder hergestellt. Maßgebliche Verantwortung dabei trug der damalige Pfarrer Fritz König.
Die Plastiken im Altarraum gehörten zu dem zerstörten Altar. So wie auch der Taufengel wurden sie von dem Stettiner Bildhauer O. W. U. von Rosenberg im Jahre 1710 geschaffen.
Das Altargemälde, das aus 3 Abteilungen bestand, nämlich aus der Einsetzung des Heiligen Abendmahls, aus der Abnahme Christi vom Kreuz und aus der Grablegung Christi, hat der Maler Eichner angefertigt.
1989 - 1990 musste wegen Einsturzgefahr die gesamte Balkendecke im Kirchenschiff erneuert werden. Zugleich erfolgte die Neudeckung des Daches. Der Turm wurde in den Jahren 1770 und 1772 sowie 1815 und 1816 repariert. Eine gründliche Reparatur, verbunden mit einer Schieferbedachung, hat der Turm im Jahre 1857 erhalten. Am 11. September 1857 wurde der zum Vergolden abgenommene Turmkopf nebst Fahne und Stern wieder auf den Turm gebracht.
Schon im Jahre 1799 befand sich auf dem Turm eine Uhr mit 2 Scheiben (Zifferblättern), welche 56 Thaler gekostet hatte.
Der von 1996 bis 1997 unter der Verantwortung von Pastor Christian Schirr wieder rekonstruierte Turm wurde ursprünglich im Jahre 1687 erbaut. Auf einem Balken des Turmes steht folgende Inschrift (hier aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt): „Dieser Turm, welcher einst durch heftige Stürme niedergestürzt wurde, ist jetzt zur Ehre des allerhöchsten Gottes erbaut worden. Im Jahre 1687, den 24. Oktober.“
Marlies Witte, Hohenselchow
Eine Besonderheit der Kirche ist die Turmhalle durch ihre Überwölbung aus unbehauenen Findlingen. Aus Anlass der 700-Jahrfeier der Kirche 1959 wurde die Turmhalle als Gedenkhalle für die Gefallenen der Weltkriege gestaltet.
Die beiden Glocken sind aus den Jahren: 1671 - große Glocke - gegossen von Georg Köckeritz, Stettin. Die Glocke konnte 1945 auf dem Glockenfriedhof in Hamburg wieder aufgefunden werden. 1734 - kleine Glocke - gegossen von Johann Heinrich Scheel, Stettin.
1752 bekam die Kirche für den Preis von 220 Thalern eine Orgel, an deren Stelle im Jahre 1868 eine neue, von dem berühmten Orgelbaumeister Grüneberg in Stettin für den Preis von 1000 Thalern als 108. erbaute und am 8. November 1868 eingeweihte Orgel, getreten ist. Bei der Aufstellung der Orgel haben sämtliche Chöre und Bänke in der Kirche einen eichenfarbenen Ölanstrich erhalten.
1945 wurden Altar, Kanzel, Orgel, Messingkrone und Gestühl vernichtet. Auch die Spitze des Turmes war stark beschädigt und konnte nicht mehr gerettet werden. Bis zum Jahre 1959 wurde die Kirche unter den damaligen sehr schweren Gegebenheiten wieder hergestellt. Maßgebliche Verantwortung dabei trug der damalige Pfarrer Fritz König.
Die Plastiken im Altarraum gehörten zu dem zerstörten Altar. So wie auch der Taufengel wurden sie von dem Stettiner Bildhauer O. W. U. von Rosenberg im Jahre 1710 geschaffen.
Das Altargemälde, das aus 3 Abteilungen bestand, nämlich aus der Einsetzung des Heiligen Abendmahls, aus der Abnahme Christi vom Kreuz und aus der Grablegung Christi, hat der Maler Eichner angefertigt.
1989 - 1990 musste wegen Einsturzgefahr die gesamte Balkendecke im Kirchenschiff erneuert werden. Zugleich erfolgte die Neudeckung des Daches. Der Turm wurde in den Jahren 1770 und 1772 sowie 1815 und 1816 repariert. Eine gründliche Reparatur, verbunden mit einer Schieferbedachung, hat der Turm im Jahre 1857 erhalten. Am 11. September 1857 wurde der zum Vergolden abgenommene Turmkopf nebst Fahne und Stern wieder auf den Turm gebracht.
Schon im Jahre 1799 befand sich auf dem Turm eine Uhr mit 2 Scheiben (Zifferblättern), welche 56 Thaler gekostet hatte.
Der von 1996 bis 1997 unter der Verantwortung von Pastor Christian Schirr wieder rekonstruierte Turm wurde ursprünglich im Jahre 1687 erbaut. Auf einem Balken des Turmes steht folgende Inschrift (hier aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt): „Dieser Turm, welcher einst durch heftige Stürme niedergestürzt wurde, ist jetzt zur Ehre des allerhöchsten Gottes erbaut worden. Im Jahre 1687, den 24. Oktober.“
Marlies Witte, Hohenselchow
50-jähriges Bestehen des Singkreises
Auch der Hohenselchower Singekreis kann in diesem Jahr ein Jubiläum begehen. 50 Jahre ist es her, dass sich die ersten sangesfreudigen Frauen unter der Leitung von Erika König, der damaligen Pfarrfrau, zur ersten Probe trafen.
1968 übernahm Pastor Christian Schirr die Leitung des Chores. Dann hatte über viele Jahre seine Frau Angelika Schirr diese inne, bis er sie bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand 2002 wieder übernahm.
Von da an bis zum Sommer diesen Jahres begleitete und leitete Ulrike Kritzler den Singekreis, und demnächst wird Daniel Debrow, der neue Regionalkantor, die Chorarbeit fortführen.
Viele Frauen und Männer erhoben in den folgenden Jahrzehnten im Singekreis ihre Stimme, um in Gottesdiensten, auf Festen, zu Geburtstagsbesuchen oder bei anderen Gelegenheiten Gott zu loben und den Menschen Freude zu bringen. Einige der heutigen Sängerinnen sind dabei schon seit fast 50 Jahre aktiv. Die gute Gemeinschaft und das fröhliche Miteinander sind aber nicht nur bei Proben und Auftritten zu spüren, sondern auch bei Chorausflügen, Adventsfeiern und anderen Geselligkeiten. Gebe Gott, dass das noch lange so bleiben kann!
1968 übernahm Pastor Christian Schirr die Leitung des Chores. Dann hatte über viele Jahre seine Frau Angelika Schirr diese inne, bis er sie bis zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand 2002 wieder übernahm.
Von da an bis zum Sommer diesen Jahres begleitete und leitete Ulrike Kritzler den Singekreis, und demnächst wird Daniel Debrow, der neue Regionalkantor, die Chorarbeit fortführen.
Viele Frauen und Männer erhoben in den folgenden Jahrzehnten im Singekreis ihre Stimme, um in Gottesdiensten, auf Festen, zu Geburtstagsbesuchen oder bei anderen Gelegenheiten Gott zu loben und den Menschen Freude zu bringen. Einige der heutigen Sängerinnen sind dabei schon seit fast 50 Jahre aktiv. Die gute Gemeinschaft und das fröhliche Miteinander sind aber nicht nur bei Proben und Auftritten zu spüren, sondern auch bei Chorausflügen, Adventsfeiern und anderen Geselligkeiten. Gebe Gott, dass das noch lange so bleiben kann!





