Grund zur Freude

Vorfreude – schönste Freude. Jetzt, am Ende der Adventszeit, freue ich mich schon auf den Heiligen Abend: auf die gut gefüllten Kirchen, die wenigen, aber schönen Stunden mit der Familie, das festliche Essen, die Weihnachtsgrüße von nah und fern und auch auf die Geschenke.
 
Für diese Freude gibt es einen guten Grund. Im Spruch für die 4. Adventswoche ist davon die Rede: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“ (Brief des Paulus an die Philipper im 4. Kapitel, Vers 4f) Gott ist an Weihnachten für mich, für uns alle geboren. Auf außergewöhnliche Weise kommt Gott uns Menschen nahe und zeigt, wie wichtig wir ihm sind. Das ist für mich Anlass zur Freude.
 
Da es nicht nur mir so geht, zieht diese Freude um die ganze Welt.
„Nun geht ein Freuen durch die Welt“ heißt ein altes Weihnachtslied, das wir oft in der Familie beim Schein der Kerzen gesungen haben. Vor wenigen Tagen kam es mir plötzlich wieder in den Sinn und lässt mich seitdem nicht mehr los. Es will mich mitnehmen auf den Weg zu Weihnachten und dem Kind in der Krippe:
 
„Nun geht ein Freuen durch die Welt. Nicht laut, nein köstlich still.
Das überall sein Licht hinstellt, weil’s Christkind kommen will.
 
Nun geht ein Freuen durch die Welt, ganz zart und andachtsvoll.
Die Krippe wird bereitgestellt, weil’s Christkind kommen soll …
 
Nun geht ein Freuen durch die Welt gilt dir auch Herze mein.
Bist du doch auch von Gott bestellt zu Christkinds Krippelein.“
 
 
Pfarrer Stephan Leder, Ueckermünde