Wettlauf zwischen Hase und Igel
der ungleiche Lauf in dem Märchen der Gebrüder Grimm endet immer mit einem »Ick bün allhier!«. Klug und gelassen nimmt der Igel seinen Kampf auf. Zu kurze Beine - keine Chance - äußerlich. Als Zuschauer stehen wir gern an der Seite des Igels. Wäre es nicht schön, wenn uns bei unseren Lebenskämpfen auch immer etwas einfiele, um nicht von anderen abgehängt zu werden?
Ein Vers des Apostel Paulus aus dem 1. Korintherbrief 9,24 scheint das zu unterstreichen: „Wisst ihr nicht, dass die, die in der Kampfbahn laufen, die laufen alle, aber einer empfängt den Siegespreis?“ Nicht alle Dinge im Leben lassen sich durch Schnelligkeit, Kraft und Eigeninitiative lösen. Doch Paulus hatte drei gute Gründe die Kampfbahn seines Lebens zu betreten. 1. Er hatte ein Ziel. 2. Er wusste, dass er ankommen wird. Und 3. Er war nicht allein.
Was möchten Sie in Ihrem Leben erreichen? Was möchten Sie am Ende Ihres Lebens über sich sagen können? Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie einmal sagen können: Mein Leben hat sich gelohnt. Ich war gewollt und willkommen. Ich war nicht irgendeine Nummer. Mir ist so viel Gutes geschenkt worden.
Paulus hatte Hoffnung. Ich werde ankommen - ein guter Grund, eine Herausforderung anzunehmen. Aber wie kam er dazu? Menschen, die ihr Leben anzunehmen gelernt haben, die auch zu den schweren Schritten ein Ja finden konnten, tragen oft die Gewissheit in sich, geliebt zu sein. Diese Gewissheit ist mit dem dritten Grund, sich dem Leben zustellen, verbunden. Ich bin nicht allein. Ich erlebe Menschen, die zu mir stehen. Und ich erfahre, dass ich Gott vertrauen kann. Gott möchte, dass Ihr einmaliges Leben gelingt. ER möchte mit Ihnen leben, weil ER Sie liebt. ER möchte, dass Sie ohne Lüge, ohne Betrug und ohne Selbstzerstörung ankommen.
Der Igel hielt vor seinem Lauf inne. Das wünsche ich Ihnen auch: Einmal innehalten, still werden, hören, aufmerksam sein und nach „oben“ schauen. Sie werden ankommen.
Ihr Pastor U. Wollenberg


