Das "Navi" und die Geborgenheit

Liebe Leserinnen und Leser!
Zugegeben, das hört sich doof an, weil's ja eigentlich nur ein Computer ist, aber seitdem ich das Ding habe, fahre ich mit einem neuen Gefühl von Geborgenheit. Bei unserer Reise in den Süden Deutschlands kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Früher dachten wir, so ein "Navi" wäre doch überflüssig wie ein Kropf. Jetzt gab es kein Mal irgendeinen Zweifel, ob unsere Strecke richtig sei. Sogar bei versehentlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen sagt die Dame bzw. das Navi ganz dezent: "Achtung Geschwiiiindigkeitsbegrenzung". Das spart sogar Knöllchen, und es spart Benzin, weil es keine versehentlichen Umwege mehr gibt. Wer auf die Stimme hört, ist gut dran und findet den rechten Weg.
 
Ganz ähnlich ist's doch mit dem Glauben an Gott, so kommt's mir beim Nachdenken über das Navi in den Sinn. Betend auf Gott vertrauen, heißt doch genau das, dass ich dadurch die richtige Richtung finde, ja dass ich da auch eine Stimme hören kann, die gelegentlich "Achtung" sagt und mich vor Schaden bewahrt. Ja, das "Navi", das eigentlich doch nur ein dummer Computer ist, kann mich als schönes Gleichnis erinnern an die Grundlage allen Glaubens: dass ich im Glauben auf IHN höre und mit den Worten des 23. Psalms bekennen kann: ER führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Gott segne und schütze Sie - auf der Straße und zu Hause.
 
Übrigens: in diesen Wochen führt die kirchliche Navigation durch die Passionszeit. Sonntag für Sonntag gehen wir näher auf Karfreitag und Ostern zu – dem Zentrum des christlichen Glaubens –, bereiten uns darauf vor..., auch mit einer Aktion, die es seit mehr als 40 Jahren in Deutschland gibt: „7 Wochen ohne...“
In der Vergangenheit verzichteten Menschen auf Alkoholgenuss in dieser Zeit, aufs Rauchen, Naschen, Fernsehen, auf Dinge, von denen sie meinten, dass ihr Herz zu sehr daran hing...
2010 heißt die Aktion „7 Wochen mit Produkten aus fairem Handel und der Region“ Regional, weil saisonnah, frisch, gesünder, weniger Transport und Verpackung und natürlich Sicherung von Arbeitsplätzen in der hiesigen Landwirtschaft.
Fair gehandelt, weil hohe Qualität, Förderung u. a. von Kleinbauern und Landarbeitern etwa in Afrika und Lateinamerika, die gerechte Preise für Ihre Produkte erhalten.
 
Vielleicht wollen Sie sich beteiligen. Das würde mich freuen.
Allen einen schönen, erholsamen, gesegneten Sonntag, vielleicht mit einem Besuch und „Navigation“ im Gottesdienst.
 
Ihr Pastor Wulf Gaster aus Luckow.