Aus alt wird neu
Im Laufe der Zeit ist auch einiges in die Mülltonne gewandert. Anderes ist zu schade dafür. Ich kann es zwar selbst nicht mehr gebrauchen, weiß aber, dass sich andere Leute darüber freuen würden. Also gebe ich es weiter oder versteigere es bei eBay.
Dennoch bleibt etliches in den Schränken verborgen: Es könnte ja noch einmal für etwas nütze sein. Mein Schwiegervater hat das für alles Handwerkliche verinnerlicht. Sein Schuppen ähnelt einem Warenlager. Doch das hat uns schon so manches Mal geholfen. Aus alt wird neu, weil er einen Blick und das Geschick dafür hat. Weil er etwas Sinnvolles genau dafür aufgehoben hat und sich nun davon trennt.
Aus alt wird neu. Darum geht es auch in dem Spruch für die kommende Woche: „Wer zu Jesus Christus gehört, ist ein neuer Mensch geworden. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“ (2. Korintherbrief, Kapitel 5) Es muss bei mir nicht alles beim Alten bleiben, bis irgendwann jemand über mich entscheidet. Durch Jesus Christus kann ich mich auf einen neuen Weg begeben. Gott hat mich und mein Leben in eines verändert, in dem ich erfahre: Gott setzt sich für mich ein. Er steht mir helfend zur Seite. Er schenkt mir Hoffnung und Freude. Man muss sich von alten Wegen auch mal trennen können, um dann mit Gott neu anzufangen. Es lohnt sich.
Pfarrer Stephan Leder, Ueckermünde


