Geschenkte Ruhe
Hoffentlich geht es uns nicht so, wie jener Frau, die von ihrem Mann gefragt wird: „Warum lässt Du nicht alles stehen und liegen und machst dir einen schönen Tag?“, worauf sie gereizt antwortet: „Du weißt doch genau, mein Lieber, dass ich mich niemals dabei wohlfühlen würde, mir einfach einen schönen Tag zu machen!“.
Nein, freuen wir uns über die geschenkte Ruhe! Lassen wir den Gedanken freien Lauf, entdecken und staunen wir einmal wieder über das Wunder des Lebens! Staunen wir über den Einfallsreichtum der Vögel, wie sie ihre Nester bauen. Staunen wir über die Harmonie zwischen Sonne, Erde und Mond. Sie ermöglicht Saat und Ernte, Arbeit und Schlaf. Staunen wir über die bunte Vielfalt der Kulturen und dass wir mittendrin sein dürfen in dieser Wunderwelt.
Ist das nicht zum Staunen, dass uns in der Kürze unseres Lebens eine solche Fülle geschenkt ist? Vor Jahrtausenden schon staunte unter dem Eindruck des nächtlichen Sternenhimmels der Beter des Psalm 8: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ Ja, die Erde, die Pflanzen, wir selbst sind Teil des Glanzes Gottes.
Staunen tut gut hier und heute. Und den Staunenden gehört die Zukunft, denn in ihren Herzen wächst Dankbarkeit, Zufriedenheit und Liebe zu den Geschöpfen dieser Welt.
Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen
Ihr
Andreas Haerter
(Superintendent)


