Ein "Date" mit Gott
„Mama sagt: In der Kirche, da muss man beten“, skeptisch schaut mich ein Zweitklässler nach dem Religionsunterricht an. „Ist Beten denn etwas Schlimmes?“, frage ich zurück. „Weiß nicht“, sagt der Junge und rennt auf den Schulhof. Mir kommt der Gedanke, dass „beten“ und „müssen“ gar nicht zueinander passen. Beten kann man nicht verordnen. Eigentlich ist Beten wie ein „Date“ mit Gott: Ein Treffen, eine Gelegenheit, bei der ich mich Gott in die Arme fallen lassen kann, ihm alle meine Sorgen und mein Glück anvertrauen darf – so ähnlich wie einem besten Freund oder einer besten Freundin vielleicht.
In den beiden Familiengottesdiensten zum Schuljahresstart am letzten Sonntag in Ueckermünde und am kommenden Sonntag in Leopoldshagen geht es auch um das Beten: Ein kleiner Junge schreibt an Gott und lässt seine Nachricht mit einem Luftballon in den Himmel steigen. Und wirklich: einige Zeit später kommt eine Antwort. Wenn das bloß immer so einfach wäre…
Natürlich ist das Gebet kein Automatismus: Wünsche rauf – das Gewünschte kommt runter! Beten ist ein Weg, ein Prozess, der in erster Linie mich selbst verändert, aber auch ungeahnte Überraschungen birgt. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat mal gesagt: „Beten heißt ja […] mit seinem […] erfüllten oder auch leeren Herzen den Weg zu Gott finden und mit ihm reden. Und mit Gott tritt man nicht auf der Stelle, sondern beschreitet einen Weg. Beten ist Atem holen aus Gott.“
Im Schulgottesdienst übrigens haben wir viele bunte Luftballons mit unseren Gebeten vom Ueckermünder Marktplatz in den Himmel steigen lassen. (Siehe Fotos rechts)
Wenn Beten wirklich „Atem holen aus Gott“ und „mit Gott an meiner Seite einen Weg gehen“ ist, dann kann es auch im neuen Schuljahr wohl kaum um ein „beten müssen“ gehen, sondern eher um ein: „Wie gut, dass ich beten kann!“ Denn zwischendurch Atem holen, sich neu orientieren, Kraft und Mut gewinnen, das brauchen wir wohl alle – Schüler wie Lehrer und auch Eltern. Gott sei ´s gedankt, dass es diese Möglichkeit gibt.
Sandra Kussat-Becker, Schulpfarrerin
In den beiden Familiengottesdiensten zum Schuljahresstart am letzten Sonntag in Ueckermünde und am kommenden Sonntag in Leopoldshagen geht es auch um das Beten: Ein kleiner Junge schreibt an Gott und lässt seine Nachricht mit einem Luftballon in den Himmel steigen. Und wirklich: einige Zeit später kommt eine Antwort. Wenn das bloß immer so einfach wäre…
Natürlich ist das Gebet kein Automatismus: Wünsche rauf – das Gewünschte kommt runter! Beten ist ein Weg, ein Prozess, der in erster Linie mich selbst verändert, aber auch ungeahnte Überraschungen birgt. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer hat mal gesagt: „Beten heißt ja […] mit seinem […] erfüllten oder auch leeren Herzen den Weg zu Gott finden und mit ihm reden. Und mit Gott tritt man nicht auf der Stelle, sondern beschreitet einen Weg. Beten ist Atem holen aus Gott.“
Im Schulgottesdienst übrigens haben wir viele bunte Luftballons mit unseren Gebeten vom Ueckermünder Marktplatz in den Himmel steigen lassen. (Siehe Fotos rechts)
Wenn Beten wirklich „Atem holen aus Gott“ und „mit Gott an meiner Seite einen Weg gehen“ ist, dann kann es auch im neuen Schuljahr wohl kaum um ein „beten müssen“ gehen, sondern eher um ein: „Wie gut, dass ich beten kann!“ Denn zwischendurch Atem holen, sich neu orientieren, Kraft und Mut gewinnen, das brauchen wir wohl alle – Schüler wie Lehrer und auch Eltern. Gott sei ´s gedankt, dass es diese Möglichkeit gibt.
Sandra Kussat-Becker, Schulpfarrerin




