Otto von Bamberg

Otto von Bamberg
Otto von Bamberg (*1060 oder 1061, †30.06.1139) wurde 1102 von Kaiser Heinrich IV. zum Bischof zu Bamberg ernannt. Er gründete zahlreiche Klöster.
1121 eroberte Boleslaw III. von Polen das unabhängige Pommern; Otto wurde gerufen, das Land zu christianisieren.
Er unternahm zwei Missionsreisen (1124 nach Stettin und östliche Gebiete der Oder / 1125 das westliche Pommern). Eine große Zahl von Pommern wurde auf sehr gewaltlose Weise getauft. Pfingsten 1128 berief er den Landtag zu Usedom ein. Noch heute wird er in Polen als der ‚Apostel der Pommern’ verehrt. 1189 wurde er heilig gesprochen.
Sein Gedenktag ist der 30. Juni, im Bistum Bamberg der 30. September.
 
Darstellung: Als Missionszeichen hält er das Kreuz in Händen.
 
 
 
 

Martin Luther

Martin Luther
Martin Luther (ursprünglich Luder *10.11.1483, †18.02.1546 jeweils Eisleben) war als Augustinermönch und Theologieprofessor Urheber und Auslöser der Reformation (1517-1555). Mit seinem Thesen- anschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg machte er auf Fehlentwicklungen der katholischen Kirche aufmerksam (u.a. Ablasswesen). Er betonte die ausschließliche Orientierung an der als das (geschriebene) Wort Gottes (sola scriptura) verstandenen Person Jesus Christus (solus Christus). Durch seine ‚Neuentdeckung’ der Gnade Gottes (sola gratia) erhielt der Glaube wieder seinen Stellenwert (sola fide).
U. a. seine Bibelübersetzung ins Deutsche entfaltete breite Wirkung. Entgegen Luthers Absichten kam es zur Kirchenspaltung und zur Bildung der ev.-luth. Kirche und Konfessionen des Protestantismus.
 
Darstellung: Luthers rechte Hand verweist zum Pult der Kanzel: Betonung der Wichtigkeit der Predigt; in der linken Hand: die Bibel.
 

Philipp Melanchthon

Philipp Melanchthon
Philipp Melanchthon, eigentlich Philipp Schwartzerdt (*16.02.1497 in Bretten, †19.04.1560 in Wittenberg), war Theologe, Philologe und Philosoph und wurde auch ‚Praeceptor Germaniae’ (Lehrer Deutschlands) genannt. Neben Martin Luther war er treibende, geistige Kraft der Reformation. Er verfasste auf dem Augsburger Reichstag 1530 –Luther weilte auf der Koburg– eine Rechtfertigungsschrift der Evangelischen, die Confessio Augustana (CA, Augsburger Bekenntnis). Auf die Confutatio (Widerlegung der CA durch die Katholischen) erwiderte Melanchthon mit der Apologie der CA. Er war auch maßgeblich an der Verfassung der Protestation auf dem Reichstag zu Speyer 1529 beteiligt (deshalb „Protestanten“).
Noch heute berufen sich die evangelischen Landeskirchen in ihren Bekenntnisschriften auf die CA und die Apologie und für ordinierte Pfarrer sind sie wegweisend (Ordinationsvorhalt).
 
Darstellung: In der linken Hand hält er die CA.
 
 

Johannes Bugenhagen

Johannes Bugenhagen
Johannes Bugenhagen (*24.06.1485 in Wollin (auf Wollin in Pommern), †20.04.1558 in Wittenberg), auch ‚Doctor Pomeranus’ genannt, war bedeutender deutscher Reformator.
1521 schloss er sich der Idee Luthers an, 1523 Pfarrer in Wittenberg (Stadtkirche), Lehrtätigkeit an der Universität Wittenberg, Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises. Sein Verdienst als Reformator war die Erarbeitung einer neuen Kirchenordnung für Pommern auf dem Landtag zu Treptow/Rega 1534. Die erste Visitation Pasewalks erfolgte am 15.06.1535 durch Bugenhagen. Er erstellte u.a. weitere Kirchenordnungen für Braunschweig, Wolfenbüttel, Dänemark, Hamburg, Lübeck, Holstein.
Er schloss Luthers Ehe, taufte seine Kinder und hielt seine Grabrede.
 
Darstellung: In der Hand die Kirchenordnung haltend.